Künstler auf dem Radar
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Dienstag, 01. März 2016, 00:00 Uhr

Aurora

Künstler, die man auf dem Radar haben sollte

Ihr Name bedeutet Polarlicht und sie singt mit einer elfengleichen Stimme - lasst euch von Aurora verzaubern.

Irgendwo zwischen dem nahzu endlosen atlantischen Ozean und zumindest nahezu endlos wirkenden Wäldern liegt die Stadt Bergen. Die Heimat eines jungen Mädchens mit einer eigenartigen aber verständlichen Liebe zu Seifenblasen, Harry Potter und Star Wars. Aber viel wichtiger als ihre Vorlieben sind Auroras hohe, fast elfengleiche Stimme, ihre düsteren, elektronisch angehauchten Soundkulissen und ihre Texte, die genausogut in ihrem Tagebuch stehen könnten.



Mit "Running With The Wolves", in dem sie ihre Trauer über die immer größere Kluft zwischen den Menschen und der Natur ausdrückt, hat die naturverbundene Norwegerin Aurora Aksnes letztes Jahr so etwas wie ihren ersten kleinen Durchbruch und durfte ihre ersten Songs schon bei den bekannten Newcomerfestivals Spot in Dänemark und dem Reeperbahn Festival in Hamburg präsentieren. Das können in ihrem Alter nicht gerade viele Norwegerinnen von sich behaupten: Aurora ist nämlich gerade mal 19 Jahre alt!

Trotzdem ist sie so ziemlich das absolute Gegenteil vom 08/15 Teenie Star. In ihrem Zimmer findet man keine Poster von irgendwelchen Popstars, sondern eine ziemlich beeindruckende Zauberstabsammlung. Aurora liebt Harry Potter über alles, vor allem ihre Lieblingsfigur Luna Loovegood. Sie erinnert mit ihrer etwas schrägen, sonderbaren Art auch sehr an Luna, was sie nur noch sympathischer macht. Das ist aber nicht die einzige Fantasywelt in die sich Aurora in Gedanken immer wieder gerne zurückzieht: Eine Partie Stadt Land Fluß in Mittelerde würde sie wohl gegen nahezu jeden Gegner auf der Welt gewinnen. Und die Frage, ob sie auch eine Leidenschaft für Star Wars hegt, kann der lebensgroße Stromtrooper in ihrem Zimmer wohl recht eindeutig beantworten. Mit sieben Jahren entdeckt sie aber neben den diversen Fantasiewelten noch eine ganz andere Leidenschaft in der realen Welt: die Liebe zur Musik. Aurora findet auf dem Dachboden ein altes elektronisches Klavier, und fängt bald nach der Entdeckung an eigene Songs zu schreiben.

Doch anstatt ihr Talent auszunutzen und sich bei allen Teenage Song Contests dieser Welt ins Rampenlicht zu stellen (Nicht wahr, Jack G.?) behält sie ihre Leidenschaft für sich. Und zwar komplett: Nicht mal ihre Eltern bekommen ihre Songideen zu hören. An mangelnder Qualität kann das jedoch nicht liegen, schließlich haben es ein paar Songs, die sie damals geschrieben hat, auch noch auf ihr Debütalbum geschafft.



Erst mit 15 Jahren schafft Aurora es ihre Angst vor der Bühne zu überwinden und stellt ihre Songs in der Schulaula vor. Nachdem die erste Hürde erstmal geschafft ist, geht alles ganz schnell für die junge Norwegerin: Ihre Songs landen im Internet und die Musikindustrie richtet ihr wachsames Auge auf das junge norwegische Mädchen mit den kurzen blonden Haaren und der hohen Feenstimme.

Nachdem sie nun im letzten Jahr schon einiges an Aufsehen erregt hat, ist sie jetzt bereit für den kompletten Durchbruch ins Musikerdasein. Ihr Album All My Demons Greeting me as a Friend erscheint am 11. März. Eine große Tour ist ebenfalls schon angesetzt, auf der sie ihre, für ihre kurze Karriere doch schon recht große Fangemeinschaft schon sehnsüchtig erwartet. Sie hat für ihre Fans gleich zwei Bezeichnungen parat: Warriors und Weirdos

Wieso ausgerechnet Sonderlinge? Die Fans sollen keine Angst haben ganz sie selbst zu sein. Und wieso Krieger? Aurora wünscht sich, dass ihre Fangemeinschaft die nötige Kraft hat den Alltag mit all seinen kleinen aber anstrengenden Kämpfen zu bewältigen. Und wir sind fest davon überzeugt dass sich in ein paar Monaten noch viel mehr Leute als sonderbare Krieger bezeichnen werden, die sie hoffentlich auf ihren Konzerten mit unglaublichen Mengen von Seifenblasen verwöhnen werden.


Vitus aus der egoFM Musikredaktion stellt euch Aurora vor