Künstler auf dem Radar

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Freitag, 01. Juli 2016, 00:00 Uhr

Shura

Künstler, die man auf dem Radar haben sollte

Mit dem Kopf in fremden Galaxien, mit den Füßen auf der Bühne - Shuras Sound erinnert angenehm an früher und klingt trotzdem modern.

Wenn Shura einen Wunsch frei hätte, würde sie mittlerweile wahrscheinlich in einem Raumschiff sitzen und fremde Galaxien unsicher machen. Fast jeder ihrer Gedanken hat irgendwie mit dem Weltraum zu tun. Aber leider ist die Wissenschaft immer noch nicht so weit wie in ihren Lieblingsfilmen. Deswegen muss sie ihre Zeit noch auf der Erde totschlagen. Und das tut sie im Tonstudio.



Aleksandra Denton, mittlerweile besser als Shura bekannt, spielt Gitarre seit sie 13 Jahre alt ist. Musikerin zu werden ist aber nicht gerade ihr Jugendtraum. Dafür hat sie einfach zu viele verschiedene Hobbys. Sie spielt zum Beispiel richtig gut Fußball. Mit 16 wird ihr sogar ein Vertrag beim Verein Manchester City angeboten. Außerdem liebt sie jegliche Art von Science Fiction. Vielleicht fast ein bisschen zu sehr: Das Ende der Videospielserie Mass Effect hat sie zum Beispiel immer noch nicht so recht überwunden und sie ist stinksauer dass Commander Shepard im neuen Teil nicht zurückkehrt.

Nach dem Studium verbringt sie ein Jahr lang im brasilianischen Amazonasgebiet. Dort führt sie jeden Tag lang einen aus dem Zirkus befreiten Puma durch den Urwald damit dieser sich an die Wildnis gewöhnen kann. Wieder zurück in London setzt sich Shura schließlich dann doch eine Musikerkarriere als Ziel.



Die Musik der Prä-Dschungel-Shura klangen ihre Songs noch ziemlich nach Folk. Mittlerweile setzt sie aber fast komplett auf elektronische Klänge. Durch ihren älteren Bruder Oli, der nebenher als DJ gearbeitet hat, hat Shura alle möglichen elektronischen Stilrichtungen kennengelernt. Ihr größter Einfluss sind aber wohl die ganz großen Popstars aus früheren Jahrzehnten. So erinnern ihre Songs fast schon an Sängerinnen wie Madonna oder Janet Jackson.

Sie schafft es aber trotz dieser Einflüsse immer noch modern genug zu klingen um nicht komplett aus der Zeit zu fallen. Das liegt zum Beispiel an ihrer meistens verträumten Art zu Singen. Und an ihren Texten, die sich um Themen wie die Angst vor dem Älterwerden, angespannte Verhältnisse zum Ex-Partner oder auch einfach nur um die Unfähigkeit das Rauchen endlich sein zu lassen drehen - die typischen Probleme einer Mittzwanzigerin eben.



Mit ihrem Song "Touch" macht Shura zum ersten Mal so richtig auf sich aufmerksam. Vor allem ihr Musikvideo zum Song sorgt für Aufsehen: Shura hat spontan ihre besten Freunde zusammengetrommelt und sie gefilmt während sie sich abwechselnd küssen.

Mehr als ein Jahr später ist es diesen Monat endlich soweit und ihr Debütalbum Nothing‘s Real erscheint. Darauf finden sich sowohl eher ruhige, verträumte Lieder wie "2Shy" oder eben "Touch", aber auch flottere Stücke wie "Indescision" und "What's It Gonna Be" die sofort zum Tanzen anregen.

Radiowellen breiten sich ja bekanntlich bis in den Weltraum aus. Ihre Songs schaffen es also zumindest schon einmal an ihren Lieblingsort – nur sie selbst sitzt (zu unserem Glück) wohl noch länger bei uns auf der Erde fest.

Vitus aus der egoFM Musikredaktion stellt euch Shura vor

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