Künstler auf dem Radar

11026041_920316641321969_6894866096466784429_o
Montag, 19. September 2016, 11:00 Uhr

No Wyld

Künstler, die wir auf dem Radar haben

Orchestraler Sound, treibende Trommel und Sprechgesang - No Wyld sind die Indie Rock Heroen Down Under!
Wenn man an das Land Neuseeland denkt, schießen einem ziemlich sicher gleich mehre Begriffe durch den Kopf. Wahrscheinlich die epische Schlacht am Fuße des Schicksalsbergs zwischen den Orks und dem letzten Bündnis aus Elben und Menschen. Oder die unfassbar schönen Erinnerungen an das Jahr im Ausland nach dem die Schule endlich vorbei und die Freiheit grenzenlos war. Oder aber auch die wehmütigen Errinerungen an die ganzen vergeudeten Stunden, die man verschwenden musste, weil der Gesprächspartner einfach nicht aufhören wollte, seine unfassbar langweiligen Geschichten über das ach so tolle Auslandsjahr in Neuseeland zu erzählen…

Was einem auch in den Sinn kommen will, Bands aus Neuseeland fallen einem wohl eher nicht so schnell ein. Das könnte sich aber bald ändern: Denn hier kommen No Wyld.



Die Geschichte der Band fängt an der University of Auckland an. Brandon Black studiert Musik und Film und hat unbegrenzten Zugang zu einem Studio. Die Chance lässt er sich natürlich nicht entgehen: Er schnappt sich die beiden Architekturstudenten Mo Kheir und Joe Pascoe und gründet mit ihnen die Band No Wyld.

2013 traut sich das Trio zum ersten Mal in die Öffentlichkeit: Die Abstract EP erscheint. Mit der machen die drei Jungs gleich mal klar, dass die auch außerhalb ihrer idyllischen Heimat Neuseeland erfolgreich sein können: Ihr Song "Odysse" kommt überall auf dem Globus richtig gut an.

Kein Wunder also, dass No Wyld bald ihre zweite EP in Angriff nehmen. Allerdings dieses Mal nicht mehr in ihrer Heimat, sondern in Los Angeles, und später in ihrer jetzigen Wahlheimat Brooklyn. 2015 ist es schließlich soweit und die zweite EP Ascension erscheint. Und die kommt nicht weniger gut an als ihr Vorgänger.



Ähnlich wie schon bei ihrem Debüt, setzten No Wyld auf einen orchestralen Sound, der durch treibende Trommeln unterstützt wird. Darauf trifft Mo Kheirs Gesang, der immer wieder zwischen traditionellen Vocals, und Sprechgesang hin und her wechselt. So entsteht ein Genremix, der zwar ein kleines bisschen an den französischen Produzenten Woodkid erinnert, aber trotzdem angenehm frisch klingt.

Und die Songs von No Wyld funktionieren nicht nur auf Platte, sondern auch in großen Stadien, beim virtuellen Fußballzocken, oder im Fernsehen richtig gut. Ihr Song "Let Me Know" läuft zum Beispiel im TV Spot für den neuen Mini Clubman.



Nach so vielen Vorschusslorbeeren wollen No Wyld mit ihrem ersten Album den Hype auch rechtfertigen. Angekündigt ist ihr richtiges Debüt sogar noch für dieses Jahr. Höchste Zeit also, dass Neuseeland endlich mal für etwas anderes steht als für Kühe, Schafe und Kiwis.

Vitus aus der Musikredaktion stellt euch No Wyld vor:



egoFM - endlich unter uns!

Folge den egos auf Instagram.