Künstler auf dem Radar

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Dienstag, 29. November 2016, 10:00 Uhr

Anderson .Paak

Künstler, die wir auf dem Radar haben

Nach einer Menge harter Arbeit, ungewöhnlichen Jobs und Unterstützung von Dr. Dre ist Anderson .Paak der gefragteste Mann im Hip Hop.

Man nehme: Eine ganze Menge Talent, viel Geduld und Durchhaltevermögen und zu guter Letzt Dr. Dres goldene Fingerspitzen. Das Ergebnis? Der momentan gefragteste Mann im Hip Hop: Anderson .Paak!

Seine musikalische Leidenschaft entdeckt der junge Kalifornier mit koreanischen Wurzeln im Alter von zwölf Jahren, als er zum ersten Mal an einem Schlagzeug sitzt. Er spielt zusammen mit anderen Jugendlichen in der Kirche, die sofort merken wie talentiert er ist. Da beschließt er später einmal professionell Musik zu machen.
Allerdings fällt es ihm am Anfang ziemlich schwer, in der Branche Fuß zu fassen und seine ersten Versuche unter dem Künstlernamen Breezy Lovejoy finden nur wenig Beachtung. Um sich und seine junge Familie durchzuschlagen, muss er nebenher auf einer Marihuanafarm jobben.

Erst nach der Geburt seines Sohnes kommt es zum ersten großen Wendepunkt in seiner Karriere: Anderson .Paak wirft seinen etwas cheesigen Künstlernamen über Bord, macht ab diesem Zeitpunkt unter seinem richtigen Namen Musik (den er jedoch immer mit einem Punkt schreibt – einfach um zu sehen, wer auf die kleinen Details achtet und wer nicht) und bringt endlich sein Debüt Venice auf den Markt.



Auch wenn sein erstes richtiges Album noch nicht die ganz großen Wellen schlägt, schafft er es doch einige gute Kritiken abzuräumen. Aber viel wichtiger: Er gerät auf das Radar einer ganz großen Hip Hop Legende: nämlich Dr. Dre höchstpersönlich. Und ehe Anderson .Paak sich's versieht, lädt der Großmeister ihn zu sich ins Studio ein.
Natürlich nicht, um über seine Arbeit auf der Marihuanaplantage zu quatschen: Dr. Dre will sein letztes großes Album veröffentlichen. Und neben allen möglichen alten und neuen Hip Hop Größen wie Ice Cube oder Kendrick Lamar, will er auch Anderson .Paak mit ins Boot holen. Insgesamt auf sechs liedern darf Anderson seinen Stempel aufdrücken – und damit ist er auf mehr Tracks zu hören als jeder andere Gast. Eine ziemlich beeindruckende Leistung für einen relativ neuen Künstler.



Kein Wunder dass ihm das Compton Album einen ordentlichen Karriereschub verpasst: Die Zusammenarbeit öffnet ihm alle möglichen Türen, und so gut wie jeder Name im Hip Hop ist scharf darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten. Kann es einen besseren Zeitpunkt für ein zweites Album geben? Wie schon sein Debüt benennt er die zweite Platte nach einer Stadt: Malibu. Auf der Platte finden sich alle möglichen Szenegrößen, wie Talib Kweli, The Game oder Kaytranada wieder, und spätestens jetzt ist es kaum noch möglich Anderson .Paak zu ignorieren.



Gleich nach dem Release von Malibu geht Anderson .Paak auf eine große Tour. Und live räumt er auch die letzten Skeptiker aus dem Weg: Auf der Bühne wird getanzt, gerappt, gesungen, getanzt und als ob das noch nicht genug wäre baut er auch noch alle paar Songs ein Trommelsolo ein. Besser kann man ein Album auf der Bühne kaum umsetzen.

Trotz dem ganzen Tourstress denkt er nicht im Traum daran mal ein bisschen kürzer zu treten: Er bringt zwischendurch einfach immer wieder neue Songs mit Kollegen wie Mac Miller oder Domo Genesis raus. Und erst letzten Monat hat er zusammen mit dem Produzenten Knxwledge ein komplett neues Album mit dem Namen Yes, Lawd! releast. Es sieht also ganz danach aus, als würde Anderson .Paak einfach so weiter machen wie bisher – und das macht uns ziemlich glücklich.

Vitus aus der egoFM Musikredaktion stellt euch Anderson .Paak vor



Bildquelle: Anderson .Paak | Facebook

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