Lieblingstonträger
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Freitag, 24. Mai 2013, 00:00 Uhr

Disclosure – Settle

Der Lieblingstonträger der Woche

Über ein Jahr haben wir Disclosure mittlerweile auf dem Radar. Seitdem sind die Brüder Guy und Howard Lawrence nicht mehr aus dem egoProgramm wegzudenken. Am 31.Mai wird ihr Debütalbum via PMR/Island Records veröffentlicht, aber wir hören diese Woche schon vorab mal rein.

Vor zarten drei Jahren begannen die Gebrüder unter dem Namen Disclosure zu produzieren, wobei Guy und Howard Lawrence damals gerademal 18 beziehungsweise 15 waren. 2012 war dann ihr Durchbruchsjahr. Sie spielten im Vorprogramm von SBTRKT und Hot Chip, können von einer ausverkauften US-Tour und einem Ausflug nach Australien sprechen und waren letzten Winter „jüngster Act, der jemals im Berghain gespielt hat“. In Städten wie Amsterdam und Paris war ihre Frühlingstour binnen Minuten ausverkauft.



Ihr Sound klingt schwer nach 90s und hat das Potential für die Masse, ohne einen Funken Reiz zu verlieren. Ganz im Gegenteil. Sie schaffen den Spagat zwischen Elektro und Musik für die Menge. Dank ihnen sieht die Zukunft des Mainstreams etwas rosiger aus.

Titel um Titel beweisen die Londoner ihr feines Gespür für Melodien. Ohne engstirnig in einer Schiene zu fahren, haben Disclosure dabei ihren eigenen charakterstarken Klang. Vielleicht, weil ihre bunten Einflüsse noch so frisch und unverschmutzt sind. „…und überhaupt klingen wir wohl so, wie wir klingen, weil wir eben nicht nur mit Dance-Musik aufgewachsen sind, sondern sie erst in den letzten Jahren nach und nach für uns entdeckt haben. Wir sind halt eher mit Songs und Songwriting aufgewachsen – und mit HipHop-Beats –, die ganze Clubmusik kam erst später.“



"Settle" geht gleich mit einem Kracher los: „When A Fire Starts To Burn“ wartet nur darauf, auf die Tanzfläche losgelassen zu werden. Aber dann kommen noch so viele andere großartige Werke. "White Noise" mit AlunaGeorge kennen wir schon aus dem egoProgramm und auch vom Feature mit Eliza Doolittle hatten wir bereits berichtet

Das ganze Album protzt mit namenhaften Künstlern: Sam Smith, London Grammar, Jamie Woon, Ed Macfarlane, Sasha Keable, Jessie Ware. Die Art und Weise, wie die beiden nach und nach die Features verraten haben, hat etwas Daft Punk-artiges. Gegenüber dem Spin Magazine verrieten die Gebrüder Lawrence außerdem: "There aren't many dance albums with full vocals. We don't really know why. You need the vocals to capture your tune and lift it now and again." [Quelle: Spin]


Tracklist


01. Intro

02. When a Fire Starts to Burn

03. Latch feat. Sam Smith

04. F for You

05. White Noise feat. AlunaGeorge

06. Defeated No More feat. Ed Mac

07. Stimulation

08. Voices feat. Sasha Keable

09. Second Chance

10. Grab Her

11. You & Me feat. Eliza Doolittle

12. January feat. Jamie Woon

13. Confess to Me feat. Jessie Ware

14. Help Me Lose My Mind feat. London Grammar


Wer Disclosure gerne mal live erleben würde, sollte sich das Melt!-Festival nicht entgehen lassen, wo sie am 20. Juli auftreten werden. Hier geht es zu unserer Festival-Übersicht.


Bildquelle: Facebook/Disclosure