Lieblingstonträger
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Montag, 13. Mai 2013, 00:00 Uhr

Vampire Weekend

Der Lieblingstonträger der Woche

Wir haben in "Modern Vampires of the City" schonmal reingehört.
Endlich. Endlich wurde das neue Vampire Weekend Album veröffentlicht. Und um das gleichmal vorweg zu nehmen: Die Wartezeit hat sich gelohnt, denn die neue Platte ist großartig geworden.

Seit August 2011 ist es still geworden um Vampire Weekend. Seither zehren wir von ihrem Album "Contra", noch aus Januar 2010 und dem Debütalbum "Vampire Weekend" aus 2007. Als dann vor ein paar Monaten die Nachricht kam, Vampire Weekend würden ein drittes Album veröffentlichen, haben wir kurz unsere Coolness abgelegt und waren ganz aus dem Häuschen. Und das berechtigt, wie sich jetzt herausstellt. 



"Modern Vampires of the City" wurde am 10. Mai via XL Records veröffentlicht. Wir haben schon reingehört und müssen zugeben: Chapeau. Die Platte ist wirklich gut geworden. Ihr glaubt gar nicht, wie schwierig es war, für unser Programm neben der etwas ruhigen, aber wunderschönen Single "Step" und der schrammigeren "Diane Young" noch zwei weitere Songs auszusuchen.

Nach ewigem Hin und Her und einem knallharten Ausstechverfahren, konnten wir uns doch noch entscheiden: "Unbelievers", weil: Typisch Vampire Weekend, nur irgendwie ausgereifter. Und episch. Hier könnt ihr euch den Song live bei Jimmy Kimmel anhören:



Song Nummer zwei: "Finger Back". Wie Musikchef Mathias gerne sagt: "Die Single hat Drive." Und besser könnte man sie eigentlich auch gar nicht beschreiben. Ganz klassisch mit einer guten Portion Drums, Synthies, Keyboard, Orgeln - natürlich - und variierenden Oktaven: Ezra wechselt in einer Phrase gefühlte fünfmal von der ottava bassa in die ottava alta und wieder zurück.

In "Finger Back" wird eine kleine Liebesgeschichte erzählt. Wie sich ein jüdisches Mädchen in den Typen vom Falafel-Shop verliebt. Ob die Geschichte gut ausgeht? Wir verraten nur so viel: "And then blood, blood, blood, blood, blood, blood, blood, blood".

"Ya Hey" war allerdings auch in der engeren Auswahl. Der Song ist mit Abstand der hartnäckigste Ohrwurm vom ganzen Album. Schier unmöglich, den wieder loszuwerden: Beim Kaffee kochen: "Ya-Hey, Ya-Hey." Beim Wäsche zusammenlegen: "Ya-Hey, Ya-Hey." Beim Versuch, angestrengt nachzudenken: "Yo-Ho, Yo-Ho." Through the Fire, through the Flames: Ya-Hey. Ya-Hey. Der Song wurde eigentlich auch schon als Lyric-Video veröffentlicht. Eigentlich. Plötzlich war er nämlich nirgends mehr aufzufinden. Bei Vimeo wurde er gelöscht, YouTube zeigt die übliche "GEMA mag nicht"-Meldung. Jetzt müsst ihr euch wohl das Album besorgen.

Oder ihr gebt euch vorerst mit dem Lyrics-Video zu "Step" zufrieden:



"Düsterer und lebhafter" und "sehr stark einem letzten Teil einer Trilogie ähnlich“ soll´s sein, so Sänger Ezra Koenig im Interview für die Februarausgabe des Q Magazins. Na, hoffentlich gibt's davon auch noch eine Fortsetzung. Ezra erzählte in einem Interview mit NME nämlich, dass er sich eigentlich aus dem Musikbusiness zurückziehen und sich einen ernsthaften Job suchen wollte. Als Drehbuchautor, zum Beispiel. "I still loved music but I had this weird feeling", so Koenig. Zum Glück hatte er sich dann doch noch an "Modern Vampires of the City" rangesetzt.


Vampire Weekend - Modern Vampires Of The City



01. Obvious Bicycle     
                             
02. UnbelieversStep

03. Diane Young

04. Don't Lie

05. Hannah Hunt

06. Everlasting Arms

07. Finger Back

08. Worship You

09. Ya Hey

10. Hudson

11. Young Lion




Bildquelle: Facebook // Vampire Weekend