Musikmeldungen
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Freitag, 03. März 2017, 00:00 Uhr

La Brass Banda zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Zehn Jahre Bandgeschichte und acht Alben haben La Brass Banda hinter sich. Da war es Zeit, mal wieder bei Max im Studio vorbei zu kommen und ihm von ihrer Tour zu berichten.

Diese Tour war nicht irgendeine Tour, sondern eine Welttournee - passend zum Titel ihres neuen Albums Around the World, welches am 24. Februar über Sony Music erschienen ist. Anlässlich ihres Jubiläums haben die Bayern sich dafür entschieden ebenfalls durch zehn Länder zu reisen und die Menschen auf der ganzen Welt mit Gypsy-Mundart-Brass aus Deutschland zu begeistern. Und tatsächlich haben sie versucht, nach persönlicher Präferenz die Route zu planen und die Stopps festzulegen. Aber wirklich viel Zeit blieb den Jungs nicht zum genießen.

Es waren zehn Länder und noch mehr Stationen und das waren auch voll schöne Konzerte. Und wenn wir so Konzerte spielen dürfen, ist das für uns das Schönste, weil wir da die Menschen vor und nach dem Konzert am besten kennen lernen und damit auch das Land. Du lernst es ein bisschen anders kennen als ein normaler Tourist. Und in sofern waren die Konzerte fantastisch. Und sonst war das Programm schon immer straff: Hinfahren, ausschlafen, Konzert und dann vielleicht noch so eine ganz babykleine Sightseeing-Tour und ab ins nächste Land. Der längste Aufenthalt war glaub ich vier Tage in Hawaii.
Fraglich ist, ob man dort wirklich etwas von der Kultur mitbekommen kann. Aber La Brass Banda haben alles gegeben, um sich den Ländern auf unterschiedlichen Arten und Weisen zu nähern. Da für ihre Musik selbst die Sprache eine wichtige Rolle spielt und sie, wie sie selbst sagen, der Kultur auch durch diese nahe kommen wollen, hieß es also Vokabeln pauken auf der Welttournee.

Ja die haben uns eigentlich komischer Weise alle ganz gut verstanden. Also die Sprache war wirklich überhaupt kein Problem. Portugiesisch war nicht so ganz einfach, aber das hat auch irgendwie hingehauen. Aber dann 'Obrigado' und so das war auch ganz wunderbar. Und man kommt eh in ein Land und dann lernt man das ziemlich schnell, so die Höflichkeiten und dass man sagen kann 'Servus' ,'Grüß dich' und 'Alles cool'.
Die Bayern konnten aber nicht nur mit ihren neuen Sprachkentnissen, sondern natürlich auch mit ihrer Musik für neue Fans auf der ganzen Welt sorgen. Ihnen selber hat ein Völkchen aber ganz besonders gefallen und es konnten sogar Freundschaften entstehen.


Die Japaner vor allem auch weil die ja so höflich erst einmal sind und unsere Musik aber zum Eskalieren einlädt. Und dann war das schon so, dass die gesagt haben: 'Wir würden ja gerne, aber das kann man in unserer Kultur nicht so!' Und wenn dann mal einer ausgerastet ist und wir das dann voll gefeiert haben, dann haben wir schon so herzliche Szenen gehabt, weil wir dann im Anschluss Arm in Arm durch die Stadt gezogen sind.

Das war eigentlich voll schön zu sehen, weil die erste viertel Stunde vom Konzert haben die immer ein bisschen - nicht blöd geschaut - aber so haben halt so da gestanden und haben nicht wirklich gewusst was da jetzt passiert. Und irgendwann sind sie richtig aufgetaut und haben mitgetanzt und das war richtig schön zum Miterleben.
Bei der Rückkehr nach Deutschland haben die Chiemgauer sich besonders auf Wurstsalat gefreut, nur ihren letzten Flug haben sie verpasst und mussten daher noch ein bisschen auf ihre geliebte erste bayerische Mahlzeit warten. Allerdings konnten sie sich diese Zeit damit vertreiben, sich über eine goldene Schallplatte zu freuen.

Hier könnt ihr das komplette Interview nachhören

Wer sich beeilt, schafft es vielleicht noch Samstagabend (04.03.17) in die Olympiahalle - dort geben La Brass Banda dann das Jubiläumskonzert für München.