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Mittwoch, 16. August 2017, 00:00 Uhr

Reeperbahn Festival

Der egoFM Festivalsommer 2017

Was für die USA das SXSW ist, ist für Deutschland das Reeperbahn Festival. Ende September könnt ihr beim größten Clubfestival Europas die großen Bands von morgen entdecken. Auf, auf!

Beth Ditto Dillon Everything Everything Faber 
Fazerdaze The Drums Isolation Berlin Maximo Park
Moop Mama Candelilla Leoniden VÖK
Timber Timbre Portugal. The Man
Cocaine Piss Xavier Darcy

Newcomer....The Drums, Beth Ditto, Maximo Park...Really?? Zugegeben nicht das ganze Lineup vom Reeperbahn Festival besteht aus Newcomern. Es braucht schließlich auch ein paar fette Namen, die dafür sorgen, dass Leute sich Tickets kaufen und dann vor Ort im Vorbeigehen was hören, was sie noch nicht kennen. So funktioniert das nicht nur beim weltweit größten Newcomer Festival in Austin, Texas, dem SXSW, sondern auch in Hamburg.

Beim größten Clubfestival Europas spielen vier Tage lang unterschiedlichste Bands aus unterschiedlichsten Genres in Locations rund um die Reeperbahn, die damit zu einem wichtigen Treffpunkt der nationalen und internationalen Musikwirtschaft wird. Das heißt junge Bands können dort unter den Augen von Label- und Bandmanagern aus aller Welt zeigen, was sie drauf haben und ordentlich Kontakte knüpfen. Deswegen werden für dieses Festival auch unbekannte Bands gebucht, die aber vielversprechend klingen und das nötige Potential mitbringen, sich auf dem Markt durchzuschlagen.

Das heißt für euch: Klar, erstmal die Headliner mitnehmen, aber dann bitte noch genügend Zeit einplanen sich ohne Ziel von Venue zu Venue treiben zu lassen und dann eben auf die Newcomer zu stoßen. Wie wärs in diesem Jahr zum Beispiel mit JFDR aus Island, das Soloprojekt jener Frontfrau, die uns aus Bands wie Samaris oder Pascal Pinon schon bekannt ist. Oder da wäre auch noch Mavi Phoenix aus Linz, die durchaus das Zeug hat in die Fußstapfen von M.I.A. zu treten...in ein paar Jahren, aber auch schon jetzt bietet sie höchstgradiges Entertainment. Oder Fazerdaze aus Neuseeland, die schon mal bei Sandra im Chelsea Hotel vorbei geschaut hat. Oder Childhood aus England. Oder Alice Merton. Nein Scherz, die kennt ihr ja alle von unserem egoFM Fest im April (oder jetzt spätestens aus einer gewissen Werbung).

Aus der egoFM Stadt München wurden in diesem Jahr gleich mehrere Bands gebucht, darunter Xavier Darcy, der schon mal bei Maria in den egoFM Lokalhelden zu Gast war, Candellila, Moop Mama oder Jordan Prince.



Rund 500 Konzerte stehen dieses Jahr insgesamt auf dem Zettel, doch damit nicht genug. Man beschränkt sich nämlich nicht nur auf Musik, das Festivalprogramm beinhaltet auch Formate aus der bildenden Kunst, es gibt Workshops und Award-Verleihungen, Lesungen, Installationen, aber auch ein Film- und Literaturprogramm ist geplant. Auch dem Networking sind kaum Grenzen gesetzt. Denn wie schon erwähnt, das Festival lockt nicht nur Musikgenießer, sondern auch jede Menge Fachbesucher der Musikwirtschaft und der kreativen digitalen Wirtschaft und umfasst neben dem Kulturprogramm auch Networking Events.

Partnerland ist dieses Jahr übrigens Kanada. In Zusammenarbeit mit der Canadian Independent Music Association (CIMA) wird die kanadische Musikszene in verschiedenen Konzerten und Sessions vorgestellt.  So wurde gerade erst eine Festivaldelegation nach Austin, Texas, geschickt, um dort beim SXSW einen gesamten Showcase zu präsentieren. Mit dabei unter anderem Albin Lee Meldau, der Gewinner des ANCHOR, dem Musikpreis des Reeperbahn Festivals. Ebenfalls auf der Bühne in Texas: die Berliner Band Gurr, die israelische Songwriterin Noga Erz, sowie die im letzten Jahr für den ANCHOR nominierte Holly Macve. Doch damit nicht genug. Auch in New York, auf der A2IM Indie Week, veranstaltet von der American Association Of Independent Music (A2IM) gibt es gab es dieses Jahr vom 5. bis 8. Juni wieder eine Kooperation, wobei am 7. Juni spezielles Augenmerk auf die Reeperbahn Festival Showcase Night gelegt wurde. Weitere Informationen dazu findet ihr hier.

Mittlerweile müsstet ihr bereits überzeugt sein, dass das Reeperbahn Festival, die beste Möglichkeit zum Entdecken und Networken ist, aber nun noch ein paar Infos zu den Locations. Nach dem Motto Bühne ist, was zur Bühne gemacht wird reichen die Locations von Konzertvenues wie das Molotow, in dem bereits viele Bands vor ihrem internationalem Durchbruch gespielt haben, bis hin zu Theatern, Bars, Cafés, aber auch die St. Pauli Kirche oder ein umgebautes Kino durften in der Vergangenheit schon als Venue herhalten. Also, einfach mal drauf losmarschieren und sehen, wo man landet. Die insgesamt 70 Locations sind zudem easy zu Fuß erreichbar.

collage reeperbahn

Vom 20. bis 23. September 2017 solltet ihr also unbedingt einen Landgang in St. Pauli einplanen, denn bei einem Clubfestival muss man sich auch nicht mal vor der rauen Nordseebrise fürchten. Die Zelte lasst ihr nämlich schön daheim.

► Die Hompage des Reeperbahn Festivals hält alle wichtigen Informationen für euch bereit. Dort gibt's das komplette Line Up, die Locations, Tickets und alles weitere Wissenswerte zum Nachlesen.


Bildquelle: facebook |
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