Musikmeldungen
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Freitag, 07. Juli 2017, 00:00 Uhr

Die drei Alben der Woche

Empfohlen von MusikBlog.de

Die Kollegen vom MusikBlog.de haben immer einen Überblick über die neuesten Scheiben im Plattenregal. Et voilà, hier kommt das Drei-Gänge-Menü für diese Woche.

Haim - Something To Tell You

Die drei Schwestern Este, Danielle und Alana Haim veröffentlichen ihr lang erwartetes Nachfolgewerk Something To Tell You. Vor vier Jahren nahmen sie das Pop-Business im Sturm mit ihrem fulminanten Pop-Rock bestehend aus Soft-Rock, Indie-Rock, R’n’B und ganz viel 80’s-Pathos.

Es hat sich wohltuend wenig verändert auf dem Zweitwerk. Haim machten und machen simple Musik, die das Pop-Rad nicht neu erfindet, die aber eine Leichtigkeit und jugendliche Unbekümmertheit versprüht, die selig macht. Insofern wären Versuche der musikalischen Neuerfindung hier nicht überzeugend gewesen. Sie mögen Musik machen, die grundsätzlich nicht jeden Tag danach schreit, gehört werden zu wollen – der Pop von Haim braucht die richtige sommerliche Unbeschwertheit -, aber das, was sie machen, machen sie einfach ziemlich gut.

Die Töchter eines ehemaligen israelischen Fußballprofis, der sich in Los Angeles niederließ und mit seiner Frau und den Töchtern kurzzeitig in einer gemeinsamen Band namens Rockinhaim spielte, sind quasi ab der Muttermilch mit Musik konfrontiert worden. Mehr...


Faber - Sei ein Faber im Wind - Die Nutte am Lagerfeuer
Faber ist 23, kommt aus der Schweiz (Zürich) und macht „Akustik-Punk für Mädchen“ (O-Ton Faber). Was das nun wieder für ein Genre sein soll? Keine Ahnung. Man sollte sich aber von der vom Künstler selbsternannten Kategorisierung nicht allzu sehr in die Irre leiten lassen. Mit Punk hat „Sei Ein Faber Im Wind“ nun wirklich nicht allzu viel am Hut. Zumindest nicht musikalisch.

Auf seinem Debütwerk klammert sich der junge Chansonnier mit dem rauen Organ eher an Reminiszenzen aus den Bereichen Swing, Jazz, Polka und Pop. Warum also „Punk“? Nun, Musik präsentiert sich ja zumeist auf zwei Ebenen. Da wäre zum einen das Klangerlebnis. Hier, wie bereits erwähnt, klingt Faber in etwa so punkig wie Sophie Hunger. Mehr...


Broken Social Scene - Hug of Thunder

Zwischen Zusammen-sind-wir-stark und Viele-Köche-verderben-den-Brei bewegt sich das bekannteste Rock-Kollektiv Torontos, Broken Social Scene, auf ihrem Combeack-Album „Hug Of Thunder“. Dass sieben lange Jahre seit dem letzten Album vergingen, ist gar kein so großes Wunder, bei einer Band, die sich aus bis zu 19 Mitgliedern speist, die größtenteils in anderen kanadischen Musikprojekten aktiv sind.

Auch wenn Kevin Drew und Brendan Canning bei der letzten Welttournee vor zwei Jahren zu sechst die Broken Social Scene gaben, sind bei diesem lang erwarteten Album wieder alle mit an Bord. Das beinhaltet alte Weggefährten wie die ebenfalls dieses Jahr ein neues Album veröffentlicht habende Leslie Feist, genauso wie Neuzugänge wie Ariel Engle vom kanadischen Indie-Duo AroarA. Mehr...


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