Musikmeldungen
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Dienstag, 19. Februar 2013, 00:00 Uhr

Interview: Friedrich Liechtenstein ist supergeil

Der Tourist feat. Friedrich Liechtenstein - Supergeil

”Woran man Modewörter erkennt? Man erkennt sie nicht, man muss das fühlen” - Kurt Tucholsky. Die Geschichte, warum Supergeil so supergeil ist.

Gefühlt haben wir zum ersten mal was bei „Leider geil“. Da war dieses Kribbeln. Dieser Drang, den ganzen Tag von ihm zu sprechen. „Leider geil“… es war ein schöner Sommer. Wir haben gelacht, getanzt und einfach unser Leben genossen. Es war wie alle gesagt haben: Er kommt, wenn du es am wenigsten erwartest.

Aber dann kam der Winter. Und mit ihm der Blues. Man verbringt viel Zeit daheim unter der Decke, hockt aufeinander. Alles wird zur Gewohnheit, und man merkt – man könnte auch ohneeinander. Und dann kommt da dieser lässig Neue. Selbstüberzeugt, charming. „Komischer Kautz“, denken wir. Aber irgendwie zieht er uns auch an. Wir verfallen seinem Sog und schwuppdiewupp hat er uns. Das lässig gehauchte „Suppergail“.

Endgültig um uns geschehen war es, als wir mit Friedrich Liechtenstein höchstpersönlich plaudern konnte.





Außerdem glauben wir den großen Bruder von all unseren Leidenschaften entdeckt zu haben. „Super gut, ne?“



„Super gut, ne?“ erblickte 1984 durch Arno Steffen das Licht der Welt, ein deutscher Musiker, Komponist und Produzent – der wiederrum selbst 1953 zur Welt kam. Etwas ganz Neues für damalige Zeiten: Die Single entstand komplett mit dem Fairlight CMI, dem ersten kommerziellen Synthesizer mit Sampling-Technik. Steffen hat aus diesen Sampler-Arbeiten dann noch Kunst- und Musik-Performances, u.a. für das Goethe-Institut gebastelt. Später dann produzierte Steffen Filmmusiken, u.a. für Tatort. Ahnt ihr, wie grandios dieser Song damals war? Ich möchte ihn feiern, mit in die Hände klatschen und auch so debil grinsen.

Ganz so hip wie damals ist der Bursche heute nicht mehr. Wir zitieren sein Schrieb von der eigenen Internetseite: „Beste Grüsse aus dem weltweiten Datennetz“. Super gut!