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Donnerstag, 28. August 2014, 15:00 Uhr

Interview: André 3000

Warum der Musiker nicht mehr auf der Bühne stehen will

Beim Interview mit der NYT gab OuKast Mitglied André 3000 Einblicke in seine Zukunftspläne und erklärte warum ihn seine Rolle als Jimi Hendrix in der bevorstehenden Biographie vor einer Depression rettete.

Nach fünf Jahren Stille meldet sich Musiker, Schauspieler und Paradies Vogel André 3000 mit einem Interview in der New York Times zurück und erklärt, warum er nicht mehr als Musiker auf der Bühne stehen will, ob es mit seiner Rap Karriere jenseits der 40 weiter geht, wie ihn seine Rolle als Jimi Hendrix veränderte und warum er sich doch für eine OutKast-Reunion Show entschied.

Nach mehrere Platin Schallplatten, sechs Grammys und zahlreichen Best-Platzierungen als Hottest MCs in the Game schien 2008 nach dem siebten Album die Luft draußen zu sein. Es wurde still um den extravaganten Musiker mit dem außergewöhnlichen Kleidungsstil und dem sympathischen Südstaaten Slang. Fans hörten ihn allenfalls noch auf Kollaborationen mit anderen Künstlern wie Jay-Z und Rich Boy.

Das Projekt OutKast wurde erstmal auf Eis gelegt und Benjamin begann sich immer mehr in seine eigene Privatsphäre zurück zu ziehen. Wie er im Interview erklärt, schien er Gefahr zu laufen einer Depression zu verfallen. Dies änderte sich jedoch schlagartig, als Regisseur John Ridley ihm eine Rolle anbot, die ihn aus seiner Lethargie befreien sollte. In Jimi: All Is By My Side mimt er Jimi Hendrix. Selbst sagt er zu seiner Rolle:

Honestly, I needed it in my life, too. Hendrix kind of saved me. I was in a not-so-great space, just in a dark place every day. I needed something to focus on to get me out of my depression and rut.
Doch nicht nur als Schauspieler, auch musikalisch gibt es 2014 Neuigkeiten von ihm und Big Boi, seinem Partner bei OutKast. Zum zwanzigsten Jubiläum ihres ersten Albums gehen die beiden auf Tour, um sich ein letztes Mal auf der Bühne die Ehre zu geben. Nur aus Liebe zu ihren Fans - André selbst zieht es nämlich aus eigenem Antrieb nicht mehr auf die Bühne:

[..] I never planned to go on stage again in that way. [...] But I felt like: Let me do it now ’cause these kids [in the audience], it feels good to know that they’re happy. I really don’t actually get anything from performing.
Auch für seine Karriere als Rapper sieht er keine Zukunft und deutet an, dass es in dieser Richtung wohl keine weiteren Songs geben wird:

I remember, at like 25, saying, “I don’t want to be a 40-year-old rapper.” I’m 39 now, and I’m still standing by that. I’m such a fan that I don’t want to infiltrate it with old blood.
Ob mit 40, 50 oder 60 Jahren - würde es nach uns gehen, dürfte André noch sehr, sehr lang als Rapper Musik machen. Mit seiner experimentellen Mischung aus verschiedenen Musikrichtungen und den, von den Südstaaten geprägten, Texten lieferten er und Big Boi uns mit "Roses", "Hey Ya!" und "Ms. Jackson", den Sound, der uns immer noch auf sämtlichen Parties begleitet.

Ob wir auf ein gesungenes Album von ihm hoffen dürfen? Da bleibt André sehr vage:

It’s hard to say. [Laughs.] I’m just going to call it honest. I know this may sound morbid, but I was like, if I were to die today, I have all these half-songs on my hard drive, and I don’t want that.

Zum vollständigem Interview geht's ►►HIER entlang.


Bildquelle: allhiphop.com