Musikmeldungen
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Mittwoch, 08. März 2017, 00:00 Uhr

Beef bei den Bands

Zum Derblecken was aus der Musikwelt

Früher wurde sich wenigstens noch anständig geprügelt. Heute ziehen die Künstler lieber nur noch in Interviews und via Twitter übereinander her. Einen Blick darauf zu werfen, ist dennoch amüsant...

Nachdem es ja sogar bei Bands intern zu Streitigkeiten, Trennungen und Wiedervereinigungen kommt, ist es klar, dass bei konkurrierenden Künstlern noch viel häufiger die Fetzen fliegen. Schließlich will jeder die beste Band der Welt sein und weiß auch ganz genau, warum gerade die anderen Musiker es einfach nicht drauf haben. Mit Musik haben folgende Auseinandersetzungen zwar meist wenig zu tun, aber Musiker sind eben auch nur Menschen mit Sympathien…

Ferris MC vs. Milky Chance
Für unser Format "Euer erster Eindruck" bekommen unsere Gäste eine kleine Auswahl aus unserer aktuellen Rotation auf die Ohren. Ferris MC durfte sich bei seinem Probehören unter anderem auch über Milky Chance mit "Doing Good" freuen. Seine Reaktion war allerdings alles andere als begeistert... 



Pool vs. Antilopengang

Auch die Jungs von Pool waren bei uns zu Gast um mit uns ihre ersten Eindrücke mitzuteilen. Mit in der Auswahl waren auch die Antilopen Gang gefeatured von Fatoni mit ihrem Song "Liebe Grüße". Doch schon relativ früh wurde klar:

Ich krieg halt Pickel bei so 'ner Mukke, Digga. Da bin ich so raus.


Fatoni vs. Antilopen Gang
Auch Fatoni ließ sich erst kürzlich zu einer (nicht ganz ernst gemeinten) Spitze gegen die Antilopen Gang hinreißen.

 

 



Die Gallagher-Brüder
Der Klassiker unter den Band-Rivalen ist ja bekanntlich der ewige Streit zwischen Oasis und Blur. Im Battle of Britpop wurde 1995 wirklich anhand von zwei gleichzeitig erscheinenden Singles ausgetragen, wer denn jetzt die #01 der Insel ist. Wer jetzt denkt, dass das doch niemand ernst genommen hat, hat wohl noch nie von Noel Gallaghers Aussage gehört, er wünsche, dass Blur-Frontmann Damon Albarn an AIDS sterbe. Aber die Gallaghers sind ja darüber hinaus auch noch für ihren Beef untereinander bekannt. Vor ihrer Trennung 2009 (Liam hat doch tatsächlich eine Pflaume nach Noel geworfen!) wurden immer wieder Beschimpfungen von Bruder zu Bruder veröffentlicht. Unser Lieblingskommentar von Noel über Liam:

He’s like a man with a fork in a world of soup.
Kürzlich wurde die nächste Runde des ewigen Bruderstreits ausgetragen, diesmal waren die Fans von Noel Gallgher das auserkorene Ziel:

 


Kid Cudi vs. The World
Scott Mescudi, besser bekannt als Kid Cudi, ist im Jahr 2016 durch eine schwere Krise gegangen. Kurz bevor er ich selbst im Oktober, aufgrund von Depressionen und Suizidgedanken, in eine Reha-Anstalt einwies, ließ er seine Twitter-Follower einen tiefen Blick in sein Seelenleben werfen.


Inzwischen hat sich Cudder aber wieder gefangen und sogar ein neues Album herausgebracht. Es trägt den Titel Passion, Pain & Demon Slayin'.


Deadmau5 und Redfoo im Twitter-Krieg
Da war dieser Artikel schon in trockenen Tüchern und schwups, gehen sich die nächsten Künstler an die (digitale) Gurgel. Ganz vorne auf Twitter dabei ist ja immer EDM-DJ Joel Zimmermann alias Deadmau5. Der wetterte beispielsweise mal gegen den LMFAO-Frontmann und X-Factor-Juror Redfoo. Grund dafür ist ein stark in der Kritik stehendes Video zum neuen Redfoo Song „Literally I Can’t“. Man wirft ihm Frauenfeindlichkeit, Diskriminierung usw. vor (wer unbedingt will kann das Video hier sehen – aber Achtung: der Titel wurde bereits als „the worst song of the year“ bezeichnet). Redfoo bezeichnete sich aber selbst als Opfer, dessen Kunst man vollkommen missinterpretierten würde. Deadmau5 hat jedoch seine ganz eigene Meinung hierzu gehabt:

Wie Refoo reagierte könnt ihr und das ganze noch eine Weile hin und her ging, könnt ihr hier nachlesen.

Sehr schön finden wir auch das Ende dieses Beefs: Prinzipiell können wir es einfach nur empfehlen Deadmau5 auf Twitter zu folgen…


War on Drugs hatten für die “Idioten” von Sun Kil Moon keine Zeit

Angefangen hat ja Mark Kozelek von Sun Kil Moon. Der regte sich furchtbar drüber auf, dass War On Drugs bei einem Festival genau gleichzeitig zu seiner Band auf einer anderen Bühne standen. Schließlich sei deren Musik „beer commercial lead-guitar shit“. Adam Granduciel von WoD witzelte erst, dass er Kozelek nicht mal kennen würde. Dann wollte Kozelek plötzlich einen Song mit ihm aufnehmen, machte dann aber einen Rückzug und teilte mit er würde sich die neue WoD CD dann bei Starbucks kaufen. Die genaue Beschreibung dieses Zwists mit vielen F-Wörtern gibt es hier nachzulesen.


James Vincet McMorrow will nicht mehr nach Passenger spielen

Das sagte er zumindest zu unserer Lola beim Interview. Sie wollte wissen, was sein schlimmstes Bühnenerlebnis sei und das erzählte er daraufhin:




Markus Wiebusch verstand nicht, was Fanta Vier bei The Voice of Germany wollen
Zumindest deutete er das beim Interview mit Max bei Metropol ganz dezent an…




Tyler The Creator beeft via Twitter gegen Will.i.am

Eigentlich wollte will.i.am ihm ja nur Karrieretipps geben, aber Tyler the Creator war alles andere als begeistert, als dieser ihm erklärte, auch er würde in 10 Jahren um des Geldes wegen, Musik verkaufen, die er selbst hassen wird. Und wie reagierte Tyler? Klar, mit einem Twitter-Shitstorm. Hier ein paar Beispiele für euch:


The Black Keys stänkern gegen… ziemlich viele

Black-Keys-Drummer Patrick Carney teilt verbal gerne aus. Und das oft. Und gegen ziemlich viele. Justin Bieber hat sein Fett schon einmal abbekommen. Den Hass aller Lady-Gaga-Fans halste er sich auf, als er jene mit Pop-Omi Madonna verglich. Fast schon legendär ist Carneys Kommentar über Nickleback: "Rock & roll is dying because people became OK with Nickelback being the biggest band in the world." Herrlich! Jüngstes Opfer sind übrigens U2, mit ihrem Album Songs Of Innocence, was sie jedem aufs Auge drückten. Carney war der Meinung sie hätten ihre eigene Musik mit dem For-Free-Release komplett abgewertet.




Bildquelle: flickr | "Disagreement" von Michael Coghlan | cc by-sa 2.0