Musikmeldungen
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Mittwoch, 29. Juli 2015, 11:14 Uhr

Jesper Munk zu Gast bei Max

Das ganze Interview zum Nachhören

Das Münchner Kindl Jesper Munk hat den Blues. Und als nach dem Abi alle auf Reisen oder zum Zivildienst aufbrachen, ging er mit seinem Vater ins Tonstudio.

Als für Jesper Munk feststand, dass er nach seiner Zeit als Bassist in einer Band, solo weitermachen wollte, war sein Vater eine große Hilfe, mit dem er live und auch im Studio musizierte. Aber fühlt es sich nicht weird an, mit dem Papa Musik zu machen? Und gab es nie Karrieredruck oder Zwang von zu Hause aus?

Das Verhältnis war schon freundschaftlich und klar ist bei Familie auch immer Liebe im Spiel. Aber es hat mir auch einfach unglaublich viel gebracht, mit ihm zu arbeiten, was gerade jetzt sehr wichtig ist, wo das alles entkoppelt wurde. Inzwischen ist er musikalisch und geschäftlich nicht mehr dabei, aber er hat mir viel mitgegeben. Und Druck gab es nie. Es war für mich schon immer so, dass ich um Umfeld alle genervt habe, dass ich eigentlich nur Mucke machen und nicht mal mehr die Schule fertig machen will. Zwei Tage vorm Mathe-Abi hat mich meine damalige Freundin dann mit der Intellekt-Keule durchgeprügelt. Und direkt danach bin ich auch nicht wie alle anderen auf Reisen, sondern mit meinem Vater in den Proberaum gegangen.

Auf dem neuen Album Claim ist der Papa also nicht mehr dabei. Stattdessen wurde es neben Mocky (Jamie Lidell, Feist) und Sepalot auch vom großen Jon Spencer in New York produziert. Wie geht man da ran?

Es war so einer dieser Momente, in denen man merkt, dass dieses 'starstruck' sein überhaupt nicht passt und keinen Sinn macht. Vorher überlegt man sich das ja auch schon rational, dass das überflüssig ist, weil auch das nur Menschen sind, die machen, was sie gut können und worauf sie Bock haben, wie jeder andere Mensch im Idealfall auch. Und dann geht man tatsächlich hin und sagt: Servus, Jon, ich bin's, der Jesper.

Neben Jesper besinnen sich auch international aktuell viele, viele Künstler erfolgreich auf die Wurzeln der Soul- und Bluesmusik zurück. Für die einen Neuland. Für Jesper hingegen...:

Da gibt es im Moment eine Renaissance nicht nur eines Jahrzehnts, sondern bis zurück in die Fünfziger und Sechziger. Das passiert aber ständig und immer und ist, denke ich, ganz normal.

Da er auch noch eine Gitarre dabei hatte, gab sich Jesper Munk die Ehre und performte für uns auch noch live und acoustic seinen Song "Morning Coffee".

Hier könnt ihr das ganze Interview und den Song nachhören:


Jesper Munks Album Claim ist seit März draußen. Er tourt noch eine ganze Weile und ist im Herbst auch in folgenden egoFM-Städten:

13.11. Würzburg, Cairo
17.11. Erlangen, E-Werk
19.11. Augsburg, Musikkantine

Seht hier noch sein Video zu "Courage For Love":