Kooperationen

concrete_mag
Montag, 28. November 2016, 00:00 Uhr

Wir stellen vor: Concrete

Münchens neues neues Stadtmagazin

Ein Blog im Zeitschriftenformat, das gratis und überall in der Stadt verteilt ist - das ist das Concrete Magazin, das es nun schon seit einem halben Jahr gibt. Damit ihr in Zukunft noch leichter dran kommt, haben sich die kreativen Köpfe was überlegt.




Der vergessene Wert des analogen Magazins

Gefühlt jeder zweite Mensch weint rum, damals wäre alles viel besser gewesen. Damals haben wir aber auch noch mehr Wert auf bestimmte Dinge gelegt und uns viel, viel mehr Zeit genommen. Zum Beispiel zum Lesen. Dann nahm man sich ein Buch, Magazin oder eine Zeitung zur Hand, saß stundenlang auf der Couch und war komplett weg. Verschlungen wurde man dabei! Wann schenken wir solchen Schriftstücken heute noch eine derartige Aufmerksamkeit? Meist lesen wir nur noch auf dem Weg zu Arbeit/Uni/Wasauchimmer und das nicht mal aus einem Buch/einer Zeitung/sonstwas, sondern von unserem Smartphone. Und der Begriff "lesen" ist dabei schon herzlich falsch verwendet - wir scrollen im Grunde ja nur noch. Inspirierend ist das irgendwie nicht.
Ein weiterer Vorteil analoger gegenüber digitaler Magazine ist noch viel simpler: Man hält etwas in den Händen - Plural. Etwas, das einen damit nicht nur geistig, sondern auch körperlich vereinnahmt. Etwas, dem man sich gänzlich hingibt, das einen für einen kurzen Moment fesselt, aber gleichzeitig auch dafür sorgt, dass alles andere für diese Zeit nicht in die Hand genommen wird.

Bei dem ganzen Gerede über analoge Magazine kommt nun Concrete ins Spiel, das neue Szenemagazin, das seit einem halben Jahr überall in München verteilt ist. Dahinter stecken Köpfe aus Kunst, Kultur, Literatur, Design, Fotografie, Mode, Gastronomie und Lifestyle, die alle dazu beitragen, dass ihr Seiten mit Illustrationen und Texten durchschmökern könnt. Thematisch ist alles dabei - alles, was Schreiberlinge aufrichtig beschäftigt oder begeistert.

Doch Concrete genau zu beschreiben, ist schwer. Selbst für die Köpfe, die dahinter stecken...




Concrete macht, was andere nicht wagen, bewusst frei von gängigen Trends und kommerziellen Zwängen.
Weil "frei von kommerziellen Zwängen" jedoch so viel heißt wie: "kaum Werbeanzeigen und wenn, dann nur strengstens ausgewählte" und das wiederum bedeutet: "kaum Geldeinnahmen", muss man kein Mathegenie sein um zu verstehen, dass das finanziell gar nicht mal so einfach ist. Zumal das Concrete Magazin auch noch gratis ist. Jeder Kreative, ob Grafiker, Illustrator oder Schreiberling, der für die Zeitschrift arbeitet, steckt jeden Tropfen Leidenschaft unentgeltlich in das Projekt. Das Magazin nutzen sie als Plattform, um zwanglos und damit auch leidenschaftlicher ihre Ideen, Inspirationen und Gedanken zu Papier bringen.
Nicht kostenlos hingegen sind die Produktionskosten. Um diese zu decken haben Marcus Scheinpflug und Michael Motzek ein Crowdfunding ins Leben gerufen.

Das Crowdfunding

Bis jetzt liegt die Concrete in ein paar Locations, wie in ausgewählten Partnercafés, vorm Giesinger Bräu, im Muffatwerk, den Münchner Kammerspielen und dem Volkstheater. Hin und wieder wird sie sogar direkt an die Leute verteilt, wie neulich vor der LMU. Doch einmal nüchtern betrachtet, ist es eine ziemliche Glückssache, die Concrete in München zu entdecken. Die Probleme daran: Marcus Scheinpflug, einer der Gründer, ist der Meinung, dass die Leute gar keine Zeit mehr haben, heute noch was zu entdecken. Außerdem nehme es der Zeitung auch ein kleines bisschen an Qualität, wenn sie vor den Klos dieser Stadt rumlungert.
Deswegen sollen 20 stumme Verteiler für das Concrete Magazin in der ganzen Münchner Innenstadt aufgestellt werden. An denen können sich dann die Passanten einfach bedienen - schließlich ist die Concrete gratis.



Fast die Hälfte vom 10.000 Euro-Fundingziel ist schon drin, allerdings ist auch nur noch bis Ende November Zeit.

HIER geht's direkt zum Crowdfunding auf Startnext und ►DORT zur Facebook-Seite vom Concrete Magazin.

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