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pugsandpals
Dienstag, 10. Oktober 2017, 23:00 Uhr

Warum Möpse die besten Hunde sind

Sandra bloggt

Falls ihr Moderatorin Sandra bald nicht mehr hört, dann trefft ihr sie höchstwahrscheinlich in London an, wo am 26. Oktober das erste Mops-Café eröffnet. Warum der Mops der Gewinner unter den Freunden des Menschen ist, verrät sie euch hier...


Wir alle wissen, dass sich die Gesellschaft spaltet, wenn es um Haustiere geht. Hunde- oder Katzentyp sollte eigentlich die erste Frage beim Date sein, denn dann ist doch eigentlich alles klar. Ob ich persönlich mit einem Katzentyp zusammen sein könnte? Ich weiß es wirklich nicht. Ich glaube nicht. Winston Churchill hat den bedeutetenden Unterschied zwischen Hund und Katze als Haustier mal wie folgt formuliert:

Hunde blicken zu uns auf, Katzen schauen auf uns herab.
Doch wie dem auch sei. Während es für Menschen, die Katzen lieben, die allerdings aus irgendwelchen Gründen keine halten können, schon längst Katzencafés gibt, gingen die Hundetypen bislang leer aus. Bis jetzt. Denn in zwei Wochen wird im Osten Londons das Pop Up Café "Pugs & Pals" eröffnet (wenn leider auch nur für wenige Tage), in dem man als Mensch die Möglichkeit hat im Beisein dieser wunderbaren Geschöpfe seinen Kaffee zu schlürfen. Ihr wisst, wo ihr mich Ende Oktober findet.

Warum Möpse die besten Tiere der Welt und vielleicht sogar die besseren Menschen sind? Ich habe mal ein paar Punkte zusammen gefasst, die für den Mops sprechen.

#01 Loriot war Mops-Fan
Ok, vielleicht hängt ein Teil meiner Mops-Faszination auch mit meiner Faszination für Loriot zusammen, der ja - mittlerweile viel zitiert - als erster erkannt hat, dass ein Leben ohne Mops möglich, aber sinnlos ist. Aber das ist kein Zufall. Loriot zeigt in seinen Filmen, Comics usw. die Komik und Schrulligkeit des Alltags auf, zu der der Mops durchaus einen großen Teil beitragen kann. Vicco von Bülow hat nicht nur selbst mehrere Möpse besessen, sondern darüber hinaus auch ein lesenswertes Buch namens "Möpse & Menschen: Eine Art Biographie" geschrieben, indem er unter anderem auch anschaulich erklärt, dass nicht er die Möpse besaß, sondern sie ihn. Wenn ihr überhaupt nichts mit Möpsen anfangen könnt, dann ist dieses Buch ein guter Einstieg, das euch den Charakter dieser Spezies etwas näher bringen kann. Loriot hat sich übrigens auch intensiv mit der Abstammung des Mops befasst. Denn zuerst war der Waldmops.



#02 Der Mops ist gar kein richtiger Hund

Wenn ein Mops in freier Wildbahn auf einen Wolf träfe, würde der Wolf vermutlich kopfschüttelnd ein "Ihr Schweine, was habt ihr Menschen nur mit ihm gemacht" in sich hineinfluchen und sich dann beschämt von ihm abwenden. Denn die Abstammung vom Wolf kann man sich beim Mops beim besten Willen nicht mehr vorstellen. Aber dennoch, offiziell ist der Mops ein fröhlicher, gutmütiger, verspielter und gehorsamer Hund, und von allen Hunden ist er vermutlich der, der am allermeisten zum Menschen aufblickt. Aber nicht nur das. Denn wie Loriot ebenfalls einst erkannte, vereint ein Mops "die Vorzüge von Kindern, Katzen, Fröschen und Mäusen." 




#03 Der Mops ist ein mitfühlender Melancholicher
Wenn du einen schlechten Tag hast, reicht ein Blick in seine dunklen Kulleraugen und auf seine in Sorgenfalten gelegte Stirn und du weißt, dass du nicht der Einzige bist, der gerade leidet. Im Gegenteil, er zeigt dir, dass keiner so leidet wie er. Er nimmt den Weltschmerz von deinen Schultern und packt ihn wie selbstverständlich auf seine eigenen. 


PUG
Bildquelle: flickr | Clara von Rick Harris | cc by SA-2.0


#04 Trotz des Weltschmerzes ist der Mops ein Genießer




#05 Der Mops versteht sich blendend mit Babys.
Wenn man genau hinsieht, kann man sogar eine gewisse Ähnlichkeit erkennen.



#06 Der Mops ist der einzige Hund, der das Spiel "Der Boden ist Lava" verstanden hat



#07 ...einfach...weil...
Schaut euch dieses oder eines von Tausend anderen Mops-Videos an und schmelzt dahin. Und wenn sich dann bei euch gar nichts tut, lest das Buch von Loriot, und versucht es nochmal. Und wenn euch dann immer noch nicht warm ums Herz wird, seid ihr vermutlich ein Katzentyp. 



ABER

Warum ich trotz dieser Lobeshymne auf den Mops selbst keinen habe? Dass sie schnarchen, furzen und rülpsen würde mich nicht stören, ich würde sie dennoch lieben, jede einzelne Speckschwarte. Doch viele sind aufgrund von Überzüchtung sehr anfällig für Krankheiten, bekommen schlecht Luft oder haben Probleme mit den Augen, weshalb ich mir und allen anderen, die sich in das Mopswesen verliebt haben, Folgendes rate:

Denkt ausgiebig über die Entscheidung nach und informiert euch vor einem Kauf. Achtet darauf einen Züchter zu wählen, der der Qualzucht entgegen steuert und geht für euch selbst eine Checkliste durch. Denn ein Mops ist auch ein zauberhaftes Wesen, wenn er eine etwas hervorstehendere Nase und etwas kleinere Augen hat. Das sind wir dem Mops schuldig. Und dem Wolf auch.


Bildquelle: facebook | Pugs & Pals