egoBlog
Poesiealbum
Samstag, 09. Dezember 2017, 00:00 Uhr

Kindheitserinnerung #32: Poesiealbum

Anna bloggt

Wir kommen zu meiner Kindheitserinnerung die ich diesmal schon fast vergessen hatte. Denn tatsächlich hatte ich bereits völlig vergessen, dass ich eines hatte. Dass so etwas überhaupt gab. Oder vielleicht noch immer gibt?!

Die Rede ist von meinem Poesiealbum!

Naja, also MEIN Poesiealbum habe ich nicht gefunden, als ich kürzlich bei meinen Eltern war. Aber das meiner Mutter (das ich mir wohl mal ausgeliehen habe, um selbst reinzuschreiben – siehe Foto).

Und als es mir in die Hände fiel dachte ich: ja klar, stimmt ja, früher gab´s Poesiealben. Ein kleines Album, blanko, das man reihum ausleiht, damit Freunde – wie der Name schon sagt – Poesie hineinschreiben. Nichts weltbewegendes, nichts unfassbar tiefgründiges, aber dafür umso Schöneres.

Dinge wie:

Rosen Tulpen Nelken,
alle drei die welken
nur das Eine nicht
denn das heißt Vergiss mein nicht.

Oder auch der Klassiker in fast jedem Poesiealbum:

Ich hab mich hinten angewurzelt,
dass niemand aus dem Album purzelt.


Poesie hin oder her – die Frage ist: Wo ist mein Album eigentlich abgeblieben? Ich beschuldige alle Mitschüler aus dem Jahr 1984. Ein bisschen selbst schuld bin ich allerdings auch, denn anscheinend habe ich es auch nicht zurückverlangt. Wozu auch, im Gymnasium wurde das Poesiealbum vom Freunde-Album abgelöst. Da ging´s dann schon mehr um Lieblingsbands und so.

Wenn also jemand von früher zuhört, der mein Poesiealbum noch hat: Bitte melde dich!

Wie war das bei euch? Hattet ihr eines? Oder habt ihr es vielleicht sogar noch? Könnt ihr euch noch an die Poesie erinnern, die ihr reingeschrieben habt?
Poetisches bitte unter meinen Blog auf der ►egoFM Facebookseite.