egoBlog
veri-ivanova-17904
Montag, 05. Februar 2018, 00:00 Uhr

Unsere Timefails

Wenn das Raum-Zeit-Kontinuum spinnt

Voller Panik aufwachen, weil man meint, verschlafen zu haben, deswegen in Turbogeschwindigkeit duschen, anziehen, aus dem Haus stürmen - nur um dann zu merken, dass Sonntag ist und man eigentlich ausschlafen kann. Passiert. Uns auch.

Lola (Moderation)Mein aktuellster Timefail ist sogar von letzter Woche. Ich bin morgens aufgestanden, ins Bad, Zähne putzen, schminken, anziehen, alles lief nach Plan. Am Ende bin ich mit Mantel und Autoschlüssel in der Wohnung gestanden, und wollte nur noch schnell gucken, wie ich in der Zeit liege. Beim Blick aufs Handy hab ich aber ganz schön blöde geguckt. Kein Wunder, bei der Uhrzeit. Es war gar nicht 5 vor 5, sondern 5 vor 4. Ich bin einfach 'ne Stunde zu früh aufgestanden. Ich hätte natürlich einfach früher in die Arbeit fahren können, aber jetzt mal ganz im Ernst, neeee. Ich hab mich lieber nochmal hingelegt.... und dann fast verschlafen.....

Richtig schön war auch das Hausfest vor ein paar Jahren. In unserem Mietshaus findet einmal im Jahr ein Sommerfest statt. Nachmittags gibt's Kaffee und Kuchen, abends wird dann gegrillt. Und jeder Hausbewohner bringt was mit. Ich hatte für den Nachmittag eine Torte versprochen, abends dann meinen Rucola, Ziegenkäse Speck Salat. Also bin ich schon nen Tag vorher in der Küche gestanden, um zu backen, nach der Arbeit hab ich dann schon mal alles für den Salat vorbereitet (schon mal den Ziegenkäse im Speck einwickeln und son Quatsch).
Um Punkt 4 bin ich dann ganz stolz mit meiner Torte in den Innenhof. Ja, es hat mich gewundert, dass noch keine Bierbänke aufgestellt waren, aber einige Nachbarn waren gerade im Innenhof, also würde es sicher gleich losgehen. "Mei, des is aber a scheene Tortn. Gehn's heute noch aufn Geburtstag?", meinte dann ne Nachbarin. "Ne, die hab ich extra für heute fürs Hausfest gemacht". Das Hausfest. Das im Juli stattfindet. Nicht im Juni. Aber es war Juni. Meine Kollegen fanden die Torte dann zum Glück auch ganz prima, die nächsten Tage hab ich mich allerdings gezwungenermaßen von Ziegenkäse im Speckmantel mit Rucola ernährt.


Elise (Moderation)Normalerweise bin ich immer diejenige, die lieber eine halbe Stunde wartet, als eine Minute zu spät zu kommen, aber das war in den jungen Jahren der Elise Hoffmann irgendwie anders... Ohne Scheiß, ich glaub ich bin die Grundschülerin mit den meisten Fehlstunden gewesen. Ich war sehr oft der festen Meinung, dass der Unterricht erst zur zweiten oder dritten Stunde beginnt. Ich hab meinen besten Freund und Nachbarn Tim auch immer mit reingezogen und ihm fälschlicherweise das Gleiche weisgemacht. Naja, so haben wir uns wenigstens immer den Ärger geteilt.


Anna (Redaktion)Ich hatte mal eine beste Freundin, die dauernd zu spät kam. Dauernd! Als wir dann irgendwann mal wieder irgendwo verabredet waren und ich schon eine Viertelstunde gewartet habe, platzte mir der Kragen. Ich schrieb ihr glaube ich so zehn Nachrichten in einem Rutsch und beschwerte mich, dass das doch einfach nicht sein könne und wie respektlos das sei und ob ich ihr denn gar nichts bedeute, woraufhin sie mich anrief und leicht desillusioniert meinte, dass wir doch erst eine Stunde später verabredet gewesen wären. Das musste ich mir dann, nachdem ich die früheren Nachrichten überprüft habe, dann leicht verschämt eingestehen. Naja. Heute sind wir übrigens nicht mehr miteinander befreundet.


Katha (Verkauf)Es waren nur fünf Minuten um die ich mich vertan hatte, doch das sollte teuer werden... War mit einer Freundin in Paris und nach einem tollen Wochenende stand die Rückreise an und sie hat mich zum Bahnhof gebracht. Natürlich musste noch die obligatorische Abschiedskippe verdampft werden mit einhergehender gegenseitiger Beweihräucherung wie toll wir wieder mal alles richtig gemacht haben. Der TGV stand bereits vor uns. Bin mir bis heute sicher, dass der TGV um 30 nach und nicht schon um 25 fahren sollte. Doch dann kam um 25 der Trillerpfeifen Pfiff des Schaffners, die Türen gingen zu und ich rannte wie eine Bekloppte zum Schaffner, um ihn zu bitten die Türen noch einmal zu öffnen und mich einsteigen zu lassen. Seine Antwort: "Rien ne va plus!" Und so fuhr mir der TGV direkt vor der Nase weg und ich musste mir ein neues Ticket kaufen. Um die Zeit zu überbrücken bis zum nächsten Zug haben wir uns in ein Café am Bahnhof gesetzt und die ein oder andere Flasche Wein zu uns genommen. Die Rückfahrt drei Stunden später war dementsprechend tiefenentspannt...


Steffi (Marketing)Es war im Sommer 89...eh nein. Winter 2017 - zu Besuch bei Freunden in Barcelona... Ich, tiefenentspannt auf der Dachterasse meiner Freundin - 20 Grad, mit dem Gesicht in spanischer Sonne und einem Glas Wein in der Hand. Irgendwann schaue ich auf mein Handy - 13 verpasste Anrufe und Nachrichten wie "wo BIST du denn?"; "wo seid ihr alle?", "wir machen uns Sorgen" - uups... Umzugshelfer eine Woche zu früh bestellt.


Bildquelle: Unsplash | Veri Ivanova | cc by 2.0