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Donnerstag, 27. Februar 2014, 14:40 Uhr

Das erste, selbstverdiente Geld

Was haben wir damit gekauft?

Erste Male sind zur Zeit großes Thema bei uns. Da haben wir uns gefragt, was wir wohl mit unserem ersten selbstverdienten Geld so angestellt haben.

Der allererste Job - Der ist bei uns schon ein bisschen her, aber wir können uns noch sehr gut daran erinnern. Die einzige Motivation war eigentlich das Geld und was man sich davon kaufen konnte. Endlich die Unabhängigkeit mit etwas feiern, das man sich selbst erarbeitet hat. Wir haben als erstes das Bild vom Zeitungsaustragen im Kopf. Wie ein kleiner Junge, egal bei welchem Wind und Wetter, raus muss, um irgendeinen Anzeiger zu verteilen. Dabei hat kein einziger in der Redaktion jemals Zeitungen ausgetragen. Dafür haben sie aber ganz andere Dinge gemacht, um sich ihren Wunsch zu kaufen.

Dominik (Moderator): Mein erstes Geld verdiente ich mit 12 Jahrenzumerstenmal Dominik als Moderator der Kinder & Jugendnachrichtensendung „Schau mal“ im Bayerischen Fernsehen. Von meinem allerersten Gehalt wurde erstmal das häusliche Kellerpiratenradio mit Kopfhörer und Mikrofon aufgerüstet.

Max (Moderator):
Wenn du am Dorf lebst, und die Busanbindung wenig hergibt, brauchst du einen Roller mit 16. Bei meiner ersten Führerscheinprüfung bin ich dann gleich mal durchgefallen, und das obwohl ich mir ziemlich sicher war, dass ich mit Bravour bestanden hatte. O-Ton vom Prüfer, als wir nach der Prüfung wieder beim Tüv angekommen sind: „Ihren Führerschein bekommen sie, Herr Klement… aber nicht heute!“
#Arsch.Deshalb habe ich beim Papier Liebel in Regensburg Regale einsortiert, um die Nachholprüfung zu bezahlen. War alles vergessen, als ich dann meine Vespa hatte.

Lola (Moderator): Also, mein erstes Geld hab ich mit einem Ferienjob im Altenheim verdient. 13 DM die Stunde. So ganz sicher bin ich mir aber nicht mehr, für was ich die Kohle ausgegeben hab. Aber ich glaube, es war ein Miss Sixty Pulli für 120 Mark. Den gabs damals in Louis in Regensburg zu kaufen, einem der coolesten Läden in der Stadt (was is eigentlich aus dem Laden geworden? Der war irgendwann einfach weg). Naja, den Pulli hab ich auf jeden Fall geliebt, und jedes Lock wurde auch immer wieder ordentlich geflickt, aber irgendwann war er dann einfach nicht mehr zu retten, deswegen gibt’s auch leider kein Bild davon.

Julian (Musikredaktion): Das erste Mal selber Geld verdient hab ich im zumerstenmal JulianZFerienjob bei der Stadtverwaltung in Ilshofen. Rasen mähen. Zwei Wochen lang. Alle Grünflächen. Alle. Dazu zählen übrigens auch die anonymen Gräber im Friedhof, fyi. Vom Geld hab ich mir dann GTA San Andreas für meine X-Box gekauft. Ich war zwar erst fünfzehn, aber da es mein eigenes Geld war, hat der Papa für mich an der Kasse gebürgt.

Anna (Redaktion): Damals, in meiner Kindheit, habe ich mir mein Taschengeld ein wenig mit Hundeausführen aufgebessert. Nachdem ich fast zwei Jahre gespart hatte kaufte ich mir meinen ersten eigenen Fernsehr. Er war klein und hatte keine Fernbedienung, aber so musste ich wenigstens nicht mehr die merkwürdigen Sendungen meiner großen Brüder mitschauen.

Birgit (Praktikantin): Von meinem ersten Praktikumsverdienst hab ich mir mein Praktikum finanziert. Klingt erst einmal komisch, war aber eigentlich eine super Entscheidung. Mit siebzehn hatte ich die Möglichkeit, ein super Praktikum bei einer Filmproduktion in Berlin zu machen. Meine Eltern setzten mir damals allerdings die Voraussetzung, dass ich mir das Wohnen für in Berlin selbst bezahlen müsste. Absolut legitim, Mama. Da das alles aber leider sehr kurzfristig kam, und ich dafür nichts gespart hatte, musste ich meinen Arbeitgeber unbekannterweise überreden, mir für das Praktikum ein klein Bisschen zu bezahlen.

Sebastian (Musikredaktion): Mein erstes, eigenes Geld hab ich per Latein Nachhilfe verdient, und zwar in einem mühevollen Marathon mit 7 verschiedenen Schülern in den
Sommerferien 2001. Hab exakt 875 Deutsche Mark verdient und davon ne Playstation 2 gekauft. Natürlich dann nur mit der beiliegenden Demo DVD, auf der irgendein lustiges Feuerwerk Game drauf war. Trotzdem, ich war mega-stolz und happy! Außerdem funktioniert das zumerstenmal JulianRfette Teil heute noch einwandfrei und steht als Trophäe im Keller meiner Eltern. Perfekt für Heimatbesuche!

Julian (Praktikant): In der Schule war ich ein chronischer Technik-Schrotter.
Nachdem ich meinen zweiten MP3-Player kaputt gemacht hab, hat es meinen Eltern gereicht. Also habe ich in einem Einkaufszentrum Pizzastücke verkauft. Als ich das Geld zusammen hatte, war ich Besitzer (und bin es immer noch) eines iPods mit 80 GB, mein ganzer Stolz damals. Der geht übrigens noch einwandfrei.

Sara (Praktikantin): Als ich so 10 war, kehrte ich eines schönen Tages das Gäßchen vor unserem Haus. Der Nachbar bat mich dann freundlich, seine Seite der Gasse mitzufegen. Klar, habe ich gemacht, aus purer Freundlichkeit. Mein Nachbar gab mir dann aber ein paar Mark und ich habe mir davon meine erste CD gekauft. Eminem - Encore. Als ich dann mal versuchte mitzurappen, wurde mir klar wie verdammt gut Shady eigentlich ist.



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