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Mittwoch, 30. April 2014, 14:00 Uhr

10 TIPPS, WENIGER BEFREMDLICH ZU SEIN

Erste Treffen sind so grausam

Unser ganzes Leben lang müssen wir damit klar kommen, neue Leute kennenzulernen. Dabei stellt man sich gerne mal recht bescheuert an. Aber: wir helfen euch! Mit unseren 10 Tipps, weniger befremdlich zu sein.

Ob Freitag-/ Samstag-/ Sonstigerabend, erster Arbeits-/ Schul-/ oder Unitag: Ständig wird man daran erinnert, ein Wesen mit sozialem Urinstinkt zu sein und dazu gezwungen, sich mit anderen Menschen außeinanderzusetzen. Und auch wenn man ein noch so großer Soziophobiker ist - irgendwie will man ja doch den Eindruck vermitteln, übercool zu sein. Leider verhält man sich genau in diesen Situationen ziemlich trottelig. Dabei fallen dann oft Sätze wie "Luft, oder? Ganz schön cool eigentlich. Mit all den Partikeln und so. Ich atme gerne. Und du?"  Das ist eher weniger cool. Über was soll man also reden? Wie soll man sich generell verhalten? Wir hätten da ein paar Tipps.

#01 Sei ja nicht du selbst
Du bist so, wie du bist und das ist auch völlig okay. Leider haben wir alle unsere Macken - Macken, für die uns unsere Freunde lieben. Unsere Freunde. Fremde Menschen sind noch keine Freunde und könnten im ersten Moment, in dem du etwas zu sehr du selbst bist, ein bisschen überfordert sein. Schalt deswegen einen halben Gang zurück und gewöhne sie Schritt für Schritt an dich. Menschen können sowas meistens nicht händeln. Bloß keine Schocktherapie!

#02 Rede nicht übers Wetter/ den Absturz vom letzten Wochenende/ dein Vegetarierdasein
Wir haben es ausprobiert und können mit Sicherheit sagen: Die oben stehenden Themen sind keine dankbaren Themen. Aus den verschiedensten Gründen. Das Wetter zum Beispiel ist ziemlich schnell durchdiskutiert. Du: "Das Wetter ist mega seltsam." Der andere darauf: "Ja, voll." Was nun? Es geht nicht weiter. Genauso wenig solltest du gleich beim ersten Mal erwähnen, dass du dich letztes Wochenende im Suff total daneben benommen hast. Das könnte verstören. Und dein Vegetarierdasein ist genauso wenig ratsam. Das interessiert nämlich niemanden.

#03 Übt euch im Fragenstellen
Die beste Taktik, wenn man selbst nicht gerne redet, ist es, Fragen zu stellen. Werft eurem Gesprächspartner einfach immer den Ball zu, soll er sich doch zum Deppen reden. Das Tolle daran: Ihr müsst nichtmal zuhören! Für eine Gegenfrage reichen meist die letzten zwei Worte.

#04 Überlege dir vorher, ob du deine neuen Freunde gleich umarmst oder ihnen die Hand gibst
Du musst dich damit auseinander setzen. Gehe tief in dich hinein und überlege, womit du dich am wohlsten fühlst. Denn egal, was es ist: Zum Zeitpunkt des Kennenlernens muss deine Reaktion sofort kommen. Damit erleichterst du nicht nur deinen Mitmenschen solch blöde Situationen, sondern vermeidest auch diesen Handschlag-äh-nein-High-Five-Quatsch-doch-lieber-Umarmung-Moment.

#05 Stell dir den Handyalarm auf genau vier Minuten nach der Vorstellung
Der Grund: Wenn du mal in eine Sackgasse kommst und das Gespräch in eine peinlich Stille übergeht, kannst du immernoch so tun, als würde dich wer anrufen. Und da musst du natürlich unbedingt rangehen.

#06 Sei pünktlich
Noch merkwürdiger, neue Menschen kennenzulernen ist es, wenn du alle auf einmal kennenlernen musst. Zum Beispiel, wenn du in einen vollen Hörsaal platzt und sich alle Blicke auf dich richten. Furcht-bar! Deswegen komm am besten eine Viertel-, ach was, ganze Stunde früher, so kannst du die anderen ganz in Ruhe beim Reinkommen beobachten - und schon mal vorabsegregieren.

#07 Lächle
Denn Menschen, die lächeln, wirken weniger gefährlich. Außer ihr redet über traurige Themen, zum Beispiel den Tod der Oma deiner neuen Bekannten. Dann lächle lieber nicht.

#08 Mach keine Witzchen
Ernsthaft: Mach. Keine. Witzchen. Zumindest so lange nicht, bis du den Humor deines Gegenübers entschlüsselt hast. Es gibt nichts schlimmeres, als peinliche Pausen nach einem Witz. Dann kannst du eigentlich gleich das Studium/ den Job schmeißen oder einfach nach Hause gehen.

#09 Bereite dir ein Notfallthema auf
Wenn wirklich alle Fäden reißen, ist es sinnvoll, sich vorher einen kleinen Dialog zurecht zu legen. Ihr könntet zum Beispiel über euren Lieblingsradiosender sprechen - egoFM natürlich. Da hättet ihr dann gleich eine Gemeinsamkeit, oder einen guten Tipp an deinen neuen besten Freund.

#10 Vergiss alle Punkte und scheiß auf die anderen
Wenn sie dich nicht mögen, wie du bist, ist das deren Problem. Ganz einfach. Du kannst immernoch Musiker werden und über dein Leid als Socially Awkward Penguin trällern. Ansonsten solltest du vielleicht einfach mit dem Rauchen anfangen. Da ergeben sich die besten Gesprächsthemen. Nein. Sollst du natürlich nicht.

Ansonsten könnte dir dieses Video behilflich sein


Bildquelle: Flickr, "台北 / Taipei - 黑米" von Blowing Puffer Fish, unter CC-Lizenz