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Dienstag, 18. April 2017, 00:00 Uhr

10 kleine Möglichkeiten, die Welt ein bisschen zu retten

... ohne ein besessener Öko-Fanatiker zu sein

Ihr müsst keine Veganer werden, nicht im Dunkeln leben und auch nicht krampfhaft versuchen, andere zu bekehren. Aber mit diesen kleinen Dingen könnt ihr euch zumindest etwas einsetzen - besser sofort, die Zeit drängt immerhin...

Um unsere Erde steht es schlecht. Autos und Co. verpesten zunehmend die Luft, Plastik verschmutzt die Ozeane und der steigende Konsum verschlechtert die Bedingungen, unter denen unsere lebendige Nahrung gehalten wird. Hinzu  kommen Horrorszenarien, in denen wir schon in ein paar Jahrzehnten vom Aussterben bedroht sind. Es ist wirklich scheiße.
Deswegen macht auch jeder einem ein schlechtes Gewissen: Die einen versuchen, andere zum Vegetarier oder besser gleich zum Veganer zu bekehren, während sich wiederum andere dem (durchaus sinnvollen) Kampf gegen Plastikmüll verschrieben haben und deswegen jeden haten, der immer noch den Kaffee aus dem umweltunfreundlichen To-Go-Becher süffelt. Die Stimmung ist dadurch angespannt.

Eine neue Studie verdeutlich nun allerdings wieder, wie wirklich, wirklich wichtig es ist, sich zusammenzureißen - acht Forscher schreiben in einem Essay, dass wir wir tatsächlich nur noch zehn Jahre haben um die Welt zu retten. In Anbetracht der Arbeit, die vor uns liegt, ist das ein Furz an Zeit, die wir haben, um den Klimawandel einzudämmen.

Die Studie orientiert sich an der anerkannten 1,5-Grad Marke. Die besagt, dass eine Erderwärmung von 1,5 Grad Celsius noch verträglich für die Erde ist. Damit diese Temperaturschwankung nicht überschritten wird, müssen wir innerhalb der nächsten zehn Jahre die CO²-Emissionen weltweit senken, bis 2100 fast komplett auf fossile Brennstoffe verzichten und auf Bioenergie umsteigen. Damit das passieren kann, müssen aber nicht nur die Staaten an die neuen Auflagen halten, auch der Otto Normalverbraucher muss sich anpassen und einen bewussteren Umgang mit der Welt pflegen. Denn sonst wird es sie bald nicht mehr geben.


Hier sind ein paar Dinge, die jeder an seinem Verhalten ändern kann, um etwas dazu beizutragen. Keine großartigen Dinge. Kleine Dinge, die ein guter Anfang wären.

#01 Stoff- statt Plastiktüte
Es ist wirklich kein großer Akt, stets eine Stofftüte im Handgepäck dabei zu haben. Sie lassen sich falten und nehmen so kaum Platz weg. Wenn ihr dann mal eben schnell was in der Drogerie, Boutique, dem Buchhandel oder Kleinigkeiten im Supermarkt einkauft, könnt ihr diese statt den Plastiktüten benutzen.

#02 Seid skeptisch bei Minipreisen von Fleisch
Nur so: 1,99 Euro für drei Kilo Fleisch können einfach nicht gut sein. Schaut, dass ihr einen angemessenen Preis dafür bezahlt, damit ihr noch am sichersten sein könnt, das sowohl Qualität des Fleisches, als auch die Tierhaltung gewährleistet ist. Natürlich zahlt ihr dann mehr, doch wegen des Gedankens daran, dass es vorher mal ein lebendiges Wesen war, sollte euch das wert sein. Übrigens: lediglich 300 bis 600 Gramm werden pro Woche von Ernährungsexperten empfohlen.

#03 Licht aus
Natürlich müsst ihr kein Leben in vollkommener Dunkelheit leben. Aber muss das Licht wirklich in den Räumen brennen, in denen grad keiner ist? Wohl kaum.

#04 Geräte richtig ausschalten
Elektronik wie Fernseher oder Computer könntet ihr in ausschaltbaren Multisteckdosen stecken. Gerade im Schlafzimmer ist es sinnvoll, da Elektrosmog eure Gesundheit und noch so kleine Standby-Lichter euren Schlaf stören.

#05 Es muss nicht immer die Billig-Klamotte sein
Ökologische und nachhaltige Klamotten kosten. Das ist klar. Und es ist auch klar, dass das nicht immer im Geldbeutel drin ist. Aber unter fünf neuen Kleidungsstücken kann getrost mal ein teueres dabei sein, eines, wo man das gute Gewissen gleich mitkauft. Und so Ökoklamottenläden gibt's mittlerweile auch in jeder Stadt.

#06 Verfallsdatum heißt nicht, dass das Zeug schlecht ist
Hach, die ewige Diskussion. Man geht hungrig einkaufen, kauft wild drauf los, vergisst dann aber die Hälfte im Kühlschrank. Und ehe man sich dann versieht, ist das Verfallsdatum vom Joghurt auch schon wieder überschritten. Jedoch: das Verfallsdatum ist lediglich die Garantie vom Hersteller, dass das Produkt bis dahin noch gut ist. Da die aber auf Nummer übersicher gehen, sind die Dinge oft noch mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen darüber hinaus gut. Riecht doch einfach mal dran, wenn es normal riecht und euch nicht würgt, ist es noch gut. Bei Milchprodukten sieht man's sogar: solange sich der Deckel nicht wölbt, ist alles in Ordnung. Ausnahmen sind Fisch und Fleisch oder wenn schon Schimmel sichtbar ist, da solltet ihr kein Risiko eingehen.

#07 Mülltrennen
Vielen ist das viel zu viel Arbeit. Aber warum? Zwei bis drei verschiedene Mülleimer und die Sache ist klar. Die Teile müssen ja keine Übergröße haben. Außerdem muss man dann auch nur noch alle zwei Wochen den Müll runterbringen. #winwin

#08 Krempel erstmal versuchen, anders zu entsorgen
Bevor ihr Zeug einfach wegschmeißt, weil ihr gerade genug Geld habt, könntet ihr die Teile erstmal ein paar Tage zum Verschenken ins Treppenhaus stellen. Oder ihr schenkt es Freinden.. oder verkauft es weiter, mittlerweile kann man ja mit jedem Schmarrn Geld machen. Und Klamotten könnt ihr in der Altkleidersammlung abgeben, dann tut ihr noch was für den guten Zweck obendrauf.

#09 Müll nicht einfach auf den Boden schmeißen
Dieses Beispiel dient dazu euch zu zeigen, wie einfach es wirklich ist, etwas für die Umwelt zu tun. Denn man kennt es ja. Man schützt seine Hände vor der Kälte und ertastet plötzlich ein Papierchen mit komischer Substanz. Schnell blickt man von links nach rechts, checkt, ob man gerade unbeobachtet ist und schmeißt das Subjekt dann einfach auf den Boden. Tut nicht so, das kennt ihr! Aber lasst es! Der nächste Mülleimer ist mittlerweile nie mehr als 100 Meter entfernt.

#10 Just sayin.........



Im Allgemeinen gilt, dass man schon sehr viel tun kann, wenn man einfach bewusster ist und für die ein oder andere Sache drei Sekunden mehr einplant. Es ist wirklich nicht, schwer, ein bisschen etwas zu tun. Und wenn jeder von uns auch nur ein bisschen tut, ist insgesamt schon sehr viel getan. #isso


Bildquelle: Flickr, "the wave" von Richard P J Lambert | cc by 2.0

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