egoBlog
Kopfhörer
Dienstag, 30. Juni 2015, 13:00 Uhr

egoBlog: Ein Leben unter Kopfhörern

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Eine Woche lang hat Musikredakteur Julian die neuen Sennheiser Urbanite XL Wireless in seinem knallharten Alltag testen dürfen. So lebt es sich abgeschirmt unter Kopfhörern:

Auch wenn ich mich oft mitbeschwere, wenn andere über ihre Arbeit schimpfen, fällt mir jedes Mal auf, wie ich mich in Fahrt rede, wenn ich zum Smalltalk gezwungen werde und „Ja und was machst du so?“ beantworten muss. Radio. Ja, ziemlich cool. Nee, mich hört man nicht, bin ja kein Moderator. Musikredaktion.

Das ist für die meisten erstmal enttäuschend. Moderatoren sind quasi Stars und wer will nicht mal erzählen können, dass er nach Feierabend mit einem Promi ein Bier getrunken hat.

In Wirklichkeit – und ab hier komme ich dann jedes Mal ins Schwärmen – finde ich das, was ich mache, sehr viel besser, als Moderator zu sein. Sorry, Kollegen. Nicht der Moderator bestimmt, worüber er redet, sondern ich.

Alltag

Musikauswahl, Musikrecherche, Musikplanung, das ist grob, was ich mache. Und dafür muss ich mich von morgens bis abends mit Musik umgeben. Neidisch, hä?

Der Tag beginnt, wenn ich Play drücke und aus der Haustür flaniere. Kopfhörer sind mein wichtigstes Accessoire. Keine Ahnung, wie viele Modelle ich schon durch habe. Ich bin auch echt wählerisch. Klar, zuerst muss mal der Klang passen. Bevor ich mit billigen In-Ears rumlaufe, die klingen, als ob die Musik in einem Klo aufgenommen wurde, hör ich lieber gar nichts. Sie müssen aber schon auch nach was aussehen. Seit einer Woche trag ich nun die neuen Sennheiser Urbanite XL Wireless und die erfüllen beides. Schlicht, überwiegend schwarz und cremefarben und oben mit etwas, das wie schwarze Jeans aussieht verziert.

Überhaupt ist es schon mal super, dass sich kein Kabel mehr um meinen Körper und in sich selbst verschlingen kann. Via Bluetooth schickt mein Handy jetzt alles, was ich höre (andere Sender, neueste Alben und Songs, Lieblinge) direkt durchs kuschelige Fell der Kopfhörermuschel in meinen Kopf. Das endet manchmal in verpassten U-Bahn-Störung-Ansagen und „Komme mal wieder zu spät“-SMSn, aber mei. Lauter und leiser, vor- und zurückskippen funktioniert einwandfrei mit den kleinen Touchdisplays an den Seitenschwellern.

Am Platz bedeutet Kopfhörer auf = in the Zone. Das ist einerseits super, weil man das Telefon auch mal „nicht klingeln hören“ kann, andererseits auch wirklich nötig. Ich kann nämlich nicht entscheiden, ob nach M.I.A. lieber Radiohead oder vielleicht mal Johnny Cash als (Achtung, Radioslang!) Akzent laufen soll, wenn mir jeder um mich herum gleichzeitig von seinem schlimmen Kater, dem Tatort oder den selbstgepflückten Kirschen berichten muss. Vor allem kann ich nicht Musik planen ohne Musik zu hören. Wie klingt das? Passt das hintereinander. Wie endet der Song nochmal? Wie fängt der nächste an? Entsteht ein gewisser Flow? Ein absichtlicher Bruch? So Dinge eben.

mobil

Für’s Arbeiten am PC tat ich mich zuerst allerdings mit vorhandenen aber etwas zu kurzen Kabel schwer. Mein Arbeitskopfhörer hat so ein aufgerolltes Telefonkabel, das wahrscheinlich lang genug wäre, dass ich mich damit aus unserem vierten Stock bis runter abseilen könnte. Kurz mal zwischen zwei Tischen hin und her rollen können und dabei die Kopfhörer nicht abnehmen müssen ist ein Luxus, an den man sich zu schnell gewöhnt. Zum konzentrierten Arbeiten auf der Stelle ist der Sennheiser aber angenehmer. Er ist gemütlicher, passt besser und lässt sich auch dank der kleinen Fernbedienung am Kabel super leicht lauter und leiser stellen. Wenn ich eines hasse, ist es die Lautstärke am Computer selbst umstellen zu müssen. Entweder der nächste Song fängt gleich so laut an, dass ich einen astreinen Gehörsturz bekomme, oder halt das Gegenteil. Eine konstante Computerlautstärke ist der Schlüssel in den Himmel. Mit dem kleinen Device an der Seite kann ich diesen Traum weiterhin leben.

Wenn ich nicht gerade das mache, schneide ich noch die Interviews unserer Künstler. Hier muss ich sogar noch genauer hinhören, stelle also lauter. Griff nach rechts. Cool. Was sagt er da, macht der Satz Sinn? Brauche ich das vierte 'Ähm' auch noch? Nein? Raus damit. Knackt da was im Hintergrund oder ist das der Kaugummi vom Nebensitzer?

Da man aber parallel auch immer noch mit der gesamten Redaktion Unfug treiben möchte und sich an einer hitzigen Diskussion über Dinos, was man anhand der Gesten und der weit aufgerissenen Mündern der Kollegen zu erraten gehabt glaubt, und unter seiner Musikglocke hervortauchen muss, hat der Musikredakteur einige artistisch wie ästhetische Handgriffe entwickelt, um sich freies Gehör zu verschaffen:

collage
Der „50/50“                             Das „Nackenkissen“                             Der „Hahn“

Der Sennheiser ist toll. Er ist bequem, klingt, wie sollte man es von ihm sonst erwarten, Eins A, er lässt sich leicht zusammenklappen und hat den riesen Vorteil, dass er kabellos ist, was einem viele Lebensstunden schenkt, in denen man nichts Entwirren muss. Dazu ist er so schick, dass nicht nur alle Kollegen neidisch rübersehen, sondern ich auch privat, in der U-Bahn, oder beim Versuch das berühmte „Berlin Calling“ Wallpaper nachzustellen, nicht wie ein verunglücktes Experiment aussehe.