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Samstag, 22. Juni 2013, 00:00 Uhr

egoBlog: Wie uns unsere Eltern verarscht haben

Petze, Schadenfreude & glatte Lügen.

Wir haben in unserer Kindheit gequengelt, weil wir dieses superneue Tamagotchi-PowerRanger-Klimbim-Spielzeug haben wollten. Gelogen, dass die verschimmelte Brotbüchse in unserem Schulranzen gaaanz bestimmt von heute ist. Oder einfach nur genervt, mit ständigen Fragen die nicht wirklich Sinn machten. Unsere Eltern mussten einiges mit uns ertragen. Manchmal haben sie uns aber auch Saures zurückgegeben. Die lustigsten Geschichten aus der Redaktion.


Martina (Verkauf)

Als ich noch klein und die Welt noch in Ordnung war, haben mir meine Eltern erzählt, wenn ich ganz still bin, kann ich die Ameisen schreien hören. Enttäuschender Weise haben diese nie geschrien – oder ich war einfach immer zu laut, kann ja auch sein.


Jan (Marketing)

Meine Oma hat immer angedroht die Polizei auf dem Funkgerät anzurufen, wenn ich nicht schlafe. Dann hat sie immer das Telefon genommen und so getan, als würde sie mit dem Wachtmeister reden.

 

Anna (Redaktion)

Geburtstag meines damals fünfjährigen Bruders: Meine Eltern hatten irgendwie seinen Geburtstag vergessen. Da musste dann schnell irgendwo ein Geschenk her. Es war allerdings Sonntag und die Geschäfte waren zu. Also haben sie ihm einfach eine Zigarrenbox voller Kronkorkengeschenkt. Er hat sich trotzdem gefreut...

 

Andere Geschichte: Mein anderer Bruder hat sich ein Schlagzeug zum 7. Geburtstag gewünscht. Meine Eltern waren natürlich strikt dagegen. Klar - zu viel Lärm. Außerdem hat er sich das Jahr eh unter aller Sau benommen. Also haben sie ihm einen riesigen Karton überreicht (von der größe her hätte man durchaus denken können, dass es sich um ein Schlagzeug handelt). Drinnen waren aber nur Styroporkugeln. Mehr nicht. Das Geheule war groß.

 

Flo (Redaktion)

Als Kind war ich sehr grobmotorisch. Die Standardgeschichte: Ich renne aus dem Haus die Treppen hinunter, stolpere über meine Füße und falle der Länge nach hin. Mein Vater konnte sich das Lachen oft nicht verkneifen. Verstehe ich, ich hätte auch gelacht.

Philipp Frost (Verkauf)

Ich war schon ein kleiner Rabauke und bin meinen Eltern auf die Nerven gegangen. Meine Mama hat dann immer gesagt ich muss ins Heim, wenn ich nicht brav bin. Und da seien sonst nur Straßenkinder.

 

Martin (Produktion)

Mit 6 Jahren war ich mit meinen Großeltern in Bibione, Italien. Da gab es einen Leuchtturm und mein Opa erzählte mir das da die ganze Zeit UFOs rumfliegen, was ich natürlich damals glaubte.

Julian (Redaktion)
Wie mein Papa mich zum Bayern-Fan gemacht hat: Mein erster Stadionbesuch stand an, damals mit 9 Jahren. FC Bayern gegen den Vfl Wolfsburg im altehrwürdigen Olympiastadion. Vorher hab ich noch meinen Papa gefragt, was für ein Fan er sei. "Wolfsburg, natürlich!", hat er geknurrt. "Dann bin ich Bayern!", hab ich zurückgetrotzt. Aufstand der Halbstarken!

Erst im Champion's League Finale 2001 hab ich dann rausgefunden, dass er tatsächlich Bayern-Fan ist und mich extrem hinterlistig manipuliert hat. Wer weiß wo ich heute wäre, wenn ich damals nicht meinem Vater widersprochen hätte.

 

Carola (Moderation)

Jaja, meine Eltern gehören auch zu den Spaßvögeln. Als ich etwa 5 Jahre alt gewesen bin, hat meine ganze Familie Urlaub an der Nordsee gemacht. Und natürlich war es für mich kleinen Knirps extrem faszinierend, dass in einem Moment das Meer da ist, und ein paar Stunden später ist es wieder weg. Da muss man selbstverständlich nachfragen, wie dass so funktioniert, mit dieser Ebbe und Flut. Und Papa weiß natürlich alles. Er hat mir das dann folgendermaßen erklärt: Er hat ein Glas Wasser genommen, und es abends ins Bad gestellt. „Morgen ist das Wasser dann weg. Das ist hier halt so“ hat er gemeint. Am nächsten Morgen war das Wasser dann tatsächlich aus dem Glas verschwunden. Dass er Nachts aufgestanden ist, um das Wasser wegzuschütten, war mir dann erst klar, als ich in die Schule gekommen bin und die richtige Erklärung gehört habe.

 

Ach ja, und Ritter Kunibert hat mich auch in meinen jungen Jahren lange begleitet. Ritter Kunibert war ein Geist, der hinter einer Holzabsperrung in unserem Wald gewohnt hat. Wenn man mit ihm gesprochen hat, hat er immer geantwortet, mit einer sehr tiefen und gruseligen Stimme. Als ich älter geworden bin, hab ich dann irgendwann die Wahrheit über unseren Geist herausgefunden. Hinter der Holzabsperrung war ein Gartenschlauch zur Bewässerung vergraben. Mein Opa hatte dann immer alias Ritter Kunibert das Gespenst gespielt, und in das andere Schlauchende gerummelt.

  

Der Großmeister der Kinderverasche ist definitv Jimmy Kimmel. Der amerikanische Talkmaster ruft desöfteren Eltern auf, ihre unschuldigen Lümmel zum heulen zu bringen. Unvergessen die Weihnachtsaktion, wo freudige Kinderaugen mit Schrottgeschenken konfrontiert wurden. In seinem neuesten Streich macht er einen Lügendetektortest. Was wir daraus lernen:

Lügen haben nicht immer kurze Beine.