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Freitag, 28. Juni 2013, 00:00 Uhr

Wo sind die Jobs der Zukunft?

Jetzt noch keine Jobperspektive? Abwarten, die Zeit wird kommen

Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass es einmal eine Aufsichtsbehörde für ein virtuelles Netzwerk, das die ganze Welt verbindet, geben wird? Wer hätte überhaupt gewusst, was „virtuell“ heißt? Eben deshalb ist es jetzt Zeit einen gedanklichen Ausflug in die Zukunft zu machen. Sagen wir in das Jahr 2112: Was wird uns erwarten? Fliegende Autos? Shuttles zum Mond? Wird Stephen Hawkin endlich die Teleportation möglich gemacht haben? Und wer wird das alles überwachen? Wir werden nämlich nicht nur etliches, neues, cooles Zeug haben, es werden auch etliche neue Jobs benötigt. Denn wo Fortschritt ist, sind auch neue Chancen für Kriminalität. Solltet ihr euren Traumjob also noch nicht gefunden haben, ist in den Jobs der Zukunft eventuell etwas für euch dabei…

Liebe Abiturienten,
solltet ihr euch weder für irgendeinen existierenden Studiengang interessieren, noch Zukunftsperspektive haben, gibt es jetzt zwei gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die guten Nachrichten: Der Fortschritt der Technik schafft kontinuierlich neue Arbeitsplätze. Zweitens: Darunter sind auch einige ziemlich coole.

Jetzt zur schlechten Nachricht:
Es wird wohl doch noch etwas dauern, bis die richtig coolen Arbeitsplätze geschaffen werden. Ob es euch wert ist, mehr als einige Jahrzehnte arbeitslos auf der Couch rum zu gammeln, ist eine andere Frage. Wenn ja, dürfte die Seite io9.com für euch interessant sein. Dort präsentieren sie 10 mögliche Jobs der Zukunft. Sofern alles nach Plan läuft.

#01
Die Mond Patrouille.
In unserem stillen Nachbarn schlummert unglaubliches Potential: Er bietet Nutzungsfläche zum Käseanbau, Platz für einen Mega-Schwerelos-Freizeitpark, oder halt eben für irgendetwas Langweiliges, wie eine militärische Mondbasis oder so. Und wer soll Zivilisten davon abhalten, einfach unbefugtes Gebiet zu betreten? Man könnte ja beim abendlichen Mondspaziergang ausversehen Sperrgebiet durchqueren. Genau aus diesem Grund wird eine Mond-Patrouille notwendig sein. In abgefahrenen Uniformen, versteht sich. 

#02

Die Einheit gegen virtuelle Kriminalität.
Die Möglichkeiten des Internets
verdoppeln sich täglich. Also dauert es gar nicht mehr so lange, dass wir das Internet hautnah erleben und in einer virtuellen Welt buchstäblich surfen können. Gehen wir noch einen kleinen Schritt weiter, müssen wir dafür nicht mal unseren öden Alltagskörper benutzen. Wir könnten uns theoretisch einen Avatar erschaffen, ihn stylen, verformen, verändern, was auch immer. Und dieser Avatar muss beschützt werden. Sonst könnte ja jeder daher kommen und ihn mutwillig töten, verprügeln oder entstellen. Unter welches Gesetz würde das dann fallen? Körperverletzung? Sachbeschädigung? Genau da kommt die Simulated Crime Unit ins Spiel und sorgt für Ordnung im Netz. Sie verfolgen virtuelle Bankräuber, bringen Profil-Diebe zur Strecke und retten äh virtuelle Katzen von virtuellen Bäumen. Oder so.

#03
Die Abteilung gegen das Dealen von elektronischem Rauschgift.
Genauso wie die Technologie sich weiterentwickelt, ändert sich auch das Drogengeschäft wahnsinnig schnell. Wird die eine Droge verboten, kommt die nächste auf den Markt. Bisher waren Drogen immer von chemischer Zusammensetzung. Doch wie lange wird es dauern, bis Drogenlabore sich elektronische Stimulationen zu Nutze machen? Die Zukunftsdroge wäre dann weder eine Pille, noch irgendeine Flüssigkeit. Sie würde in Form eines Mikrochips unter die Haut verpflanzt werden und elektrische Signale an das Hirn senden.

Für Dealer würde das bedeuten, dass sie ihren Stoff per e-Mail verschicken könnten. Außerdem wäre es ihnen möglich, mittels Spam Nachrichten Menschen ohne ihren Willen abhängig zu machen. Aus diesem Grund werden mutige Menschen benötigt, die den elektronischen Drogenhandel stoppen wollen.

#04
Die Behörde für gewährleistete Sicherheit beim Teleportieren (BGST).
Ist Teleportation erst mal möglich – Stephen Hawking wird es sicherlich noch möglich machen – und die nötigen Maschinen haushaltstauglich sind, wird es Menschen geben, die diese wunderbare Technologie für böse Machenschaften ausnutzen werden. Aus diesem Grund muss es eine Behörde geben, die alle Teleportationen überwacht.

#05
Kryogenische Strafgesetzgebung und Hafturlaub.
In einigen Jahrzehnten wird man auf die Idee kommen, nicht nur Bakterien und Pizzas kyrogenisch zu vereisen, sondern auch Menschen. Und wenn man schon dabei ist, kann man daraus ja auch noch einen Nutzen ziehen. Und der findet sich in diesem Fall in der Strafgesetzgebung: Warum Platz, den wir nicht haben, für Sträflinge verschwenden, wenn wir sie einfach einfrieren könnten? Spart Platz, Geld und Stress. Sind einige Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte vergangen, werden sie enteist und in eine für sie völlig neue Welt entlassen. Während der Sträfling eingefroren war, ging das Leben seiner Liebsten weiter. So hat er alle wichtigen Ereignisse in ihrem Leben verpasst. Grausam. Aber immerhin hat er noch seinen unveränderten Körper von vor der Haftstrafe.

#06
Das Gericht für verjüngte Straftäter.
Jetzt schon hat die Justiz Probleme damit, Jugendstraftäter angemessen zu bestrafen. Wie wird das aussehen, wenn wir in ferner Zukunft den Alterungsprozess unserer menschlichen Hülle komplett überwunden haben? Wie wird dann ein 16-jähriger Teenager verurteilt, der eigentlich 60 war, bevor er genetisch verjüngt wurde? Und wie sieht’s aus mit einem, der über Jahrzehnte lang schon 16 Jahre alt ist und sich immer noch mit 14-jährigen Mädchen trifft? Das geht natürlich nicht klar. Und Lücken wie diese müssen die Gesetze der Zukunft abdecken. Und wo Gesetze sind, müssen auch Gesetzesvollzieher sein.

#07

Polizei auf Raketenschuhen. Es gibt Polizisten im Auto, auf dem Fahrrad, auf dem Pferd, auf Booten, zu Fuß und es gibt sogar schon Polizisten auf Segways. Kurz: Polizisten benutzen alle existierenden Fortbewegungsmittel. Von diesen wird es in der Zukunft aber noch ganz andere geben. Zum Beispiel Raketen-Schuhe, wie man sie in Iron Man bewundern kann. Dementsprechend ist es dann auch Zeit, Polizisten auf Raketen-Schuhen auszubilden. Das wäre mit Abstand der aller beste Grund, in ferner Zukunft Gesetzeshüter zu werden.

Alle zehn Jobs der Zukunft könnt ihr euch auf der io9 Seite anschauen. Sie müssen Bescheid wissen. Sie kommen aus der Zukunft. Sagen sie.


Bildquelle: Flickr "NASA Launches Five Rockets in Five Minutes" von NASA Goddard Photo and Video, unter cc-Lizenz