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anna_scwahnger
Sonntag, 11. Dezember 2016, 00:00 Uhr

Kindheitserinnerung #21: Geschwister.

Anna bloggt

Gegen Ende des Jahres werden wir alle ja ein bisschen emotional, Weihnachten, das Jahr geht zu Ende und so. Aber ich lege in diesem Jahr noch eine Schippe oben drauf...

...denn on top kommt eine Riesenportion Hormone, die mich seit ein paar Monaten durchschütteln. Und noch dazu widme ich meinen heutigen Blog meiner großen Schwester Julia. So, jetzt aber von vorne und das Wichtigste zuerst:

Romy wird eine große Schwester, denn – richtig! – ich erwarte Anfang nächsten Jahres mein zweites Baby. 

Ein weiteres Kind war zwar die ganze Zeit irgendwo als Wunsch abgespeichert, aber ein paar Mal haben wir schon hin und her überlegt, ob das so eine gute Idee ist. Das Alles nochmal von vorne? Dieser Schlafmangel im ersten Jahr! Sich ständig kümmern. Essen, laufen, sprechen lernen. Doch am Ende saßen wir uns eines Abends zuhause gegenüber und hatten denselben Gedanken: Moment mal, wir wollten immer Babies. Und zwar nicht nur eines, sondern viele und das mit dem Schlafen holen wir nach, wenn die Kinder aus dem Haus sind und wir 80 sind, zahnlos unsere Rollatoren im Innenhof des Seniorenheims abstellen und uns daran erinnern, wie müde wir damals waren. 

Gedacht – getan – schwanger.

Die zweite Schwangerschaft ist längst nicht mehr so spannend wie die erste, ich muss immer erst überlegen, in welcher Woche ich eigentlich bin und bin nicht auf dem aktuellsten Stand der Entwicklungsdinge. Aber jetzt, wo der Countdown definitiv läuft, ist es Zeit, mich aufs Wesentliche zu besinnen.

Der kleine Kerl, der da in mir heranwächst, mich mittlerweile kaum noch schlafen lässt und mich emotional auf links dreht, wird eines Tages der wichtigste Mensch in Romys Leben sein. Genau so, wie es meine Schwester Julia für mich ist. Natürlich haben wir gestritten, natürlich gab's Zeiten, da fanden wir uns alles andere als cool. Aber unterm Strich zählt Julias Meinung mehr als irgendeine andere, sie ist meine treue Begleiterin durch alle Hoch und Tiefs und ich vertraue ihr blind. Und genau so einen Menschen wünsche ich meiner kleinen Romy auch.  

Und wenn sie die Tritte ihres kleinen Bruders spürt und sich dabei kaputtlacht oder Pläne mit ihm schmiedet („Lustig Mama, der Bruder schläft dann einfach in meinem Puppenbett“), dann weiß ich: alles richtig gemacht.

So sehr mich die Vorfreude so langsam aber sicher packt, so sehr freue ich mich jetzt erstmal auf die nächsten Wochen, in denen ich mich um den Nestbau kümmere und die Füße hochlegen kann. Euch möchte ich DANKE sagen für die vielen egoFM Wochenenden, für eure Geschichten, eure Anrufe, eure Mails, euer Zuhören und dafür, dass ich mit euch Wochenende für Wochenende am Frühstückstisch sitzen durfte (zumindest im übertragenen Sinn).

Ich sage Ciao, lasst es euch gut gehen, habt wundervolle Weihnachten, macht Babies und bleibt genauso wie ihr seid – die Besten. 

Eure Anna.



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