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Freitag, 17. Februar 2017, 14:00 Uhr

Hochzeit auf der Couch

Ein Pärchen aus Wales lässt sich via Virtual Reality trauen

Im walisischen Cardiff wird am 25. Mai die erste Hochzeit durch Virtual Reality gefeiert. Wie die Ehe geschlossen wird und was in näherer Zukunft noch alles auf uns zukommt, haben wir für euch zusammengefasst...

Elisa Evans und Martin Shervington werden die ersten Menschen sein, die sich in der virtuellen Realität das Ja-Wort geben. Die Prozedur wird mit der Hilfe von Altspace VR durchgeführt, eine soziale Online Plattform rund um virtuelle Realität. Eine Mitarbeiterin wird das Paar aus 10.000 Kilometern Entfernung trauen. Eine entsprechende Lizenz hat sie natürlich.

Die Frage, ob diese virtuell geschlossene Ehe auch rechtmäßig ist, steht berechtigterweise im Raum. Sobald dies geklärt ist können die geladenen Gäste in einem virtuell generierten Raum an der Zeremonie teilnehmen. Die Einladungen kommen dafür übrigens zusammen mit einer VR Brille, die das Ticket zur Hochzeit darstellt.

Genauer betrachtet hat diese Art von Trauung eigentlich Vorteile: Kein langes Überlegen, welches Outfit man trägt, kein zusätzlicher Besuch beim Frisör oder ähnlichen Pflichtterminen vor einer Hochzeit. Im Endeffekt kann man sich von der Couch aus ansehen wie Elisa und Martin sich das Ja-Wort geben. Und tanzen ist auch nur unter Umständen möglich. Aber seht doch einfach mal selbst...



VR, AR, MR?
Doch neben VR gibt es inzwischen auch AR und MR. Für alle, die davon ebenso wenig verstehen wie wir, hier mal eine kleine Erklärung: Augmented Reality ist grob übersetzt die Erweiterung der Realität, durch ein Gerät wie das Smartphone wird das sich vor dem Bildschirm befindende Bild erweitert.
Mixed Reality ist ein Begriff, der Momentan von dem amerikanischen Start-Up Magic Leap geprägt wird. Durch eine Linse wird dem menschlichen Auge sozusagen vorgegaukelt, zusätzliche Inhalte vor sich zu sehen.



Der Zweig der virtuellen Realität steht eigentlich noch in den Kinderschuhen, das darin verborgene Potenzial ist aber schier unendlich. Nicht nur für die Spiele Industrie, auch Konzerte oder Sportveranstaltungen können in Zukunft durch das Aufsetzen einer Brille in die eigenen vier Wände geholt werden. Abgesehen von der Unterhaltungsindustrie wird auch die Medizin großes Interesse an den Entwicklungsfortschritten der erweiterten Realitäten haben.


Bildquelle: flickr | "Marriage Equality" von Charles Fettinger | cc by 2.0

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