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Montag, 13. März 2017, 00:00 Uhr

Reiseapps, die sich lohnen

Getestet und für gut befunden

Erst runterladen, dann abheben: zu viele oder unnütze Apps fesseln einen auf Reisen nur unnötig ans Smartphone. Es gibt aber ein paar Perlen, die sich als wirklich nützlich erweisen. Und hier kommt unser Redaktions-Best Of der Reiseapps.

78 Tage seit Weihnachten. 66 Tage seit dem letzten Feiertag. 134 Tage seit dem Ende der Sommerzeit. 13 Tage seit der letzten Gehaltszahlung. Mal rechnen… das macht zusammen eine Durststrecke von 279 Tagen. Wir haben die Statistik auf unserer Seite, es ist an der Zeit, sich Gedanken über Urlaub zu machen.

Zum Beispiel: Wo habe ich letztes Jahr meine Schwimmflossen verstaut? Mit welcher Mailadresse habe ich noch gleich die Flugtickets gebucht? Was heißt nochmal „Bananenallergie“ auf Thailändisch? Zusammen mit den ersten Traumbildern von Kokosnüssen mit Strohhalmen drin tauchen auch wieder Erinnerungen an all die weltweit verteilten Fettnäpfchen auf, in die wir schon getreten sind. Am Konferenztisch der egoRedaktion waren wir dann schnell dabei, Schätze aus der privaten Trickkiste auszutauschen. Um genau zu sein, ging es um die Frage: Ohne welche App gehst du nicht mehr ins Ausland?

Das virtuelle Reisetagebuch
Lola zum Beispiel hat die Reiseapp Find Penguins für sich entdeckt. Dort hinterlässt man unterwegs sogenannte Footprints, also Fotos, Videos, Notizen - Tagebuchmaterial eben. Man hat dann einerseits gleich alle Erinnerungen gesammelt und sortiert, kann aber auch den Spuren von anderen Pinguinfindern folgen und sich so Inspirationen fürs nächste Ziel holen. Man muss sich aber auch nicht zwangsläufig verfolgbar machen, denn man kann auch einfach offline oder privat Erinnerungen sammeln. Am Ende der Reise gibt es sogar noch die Möglichkeit, die eigene Spur als echtes Fotobuch drucken zu lassen. Damit entgeht man den Abermillionen Urlaubsbildern, die dann doch ungesehen auf irgendeiner Festplatte vergammeln...

Die Dating-App
Lena berichtet von guten Erfahrungen mit Dating-Apps auf Reisen. Natürlich sind es Erfahrungen aus zweiter Hand und natürlich geht es dabei nicht um Dates. Wirklich – denn so manche Dating App bietet auch einen Vernetzungsservice für Alleinreisende, die einfach nur ein bisschen Gesellschaft auf dem Ausflug in den Dschungel suchen. Im Auge des Tigers überlebt sich's zu zweit oder zu dritt einfach besser. Und Lenas Erzählungen zufolge funktioniert die Sache prima – deshalb hat diese Kategorie ein Plätzchen in unserer Liste der für gut befundenen Reiseapps verdient.

Offline Stadtkarte
Vielleicht nicht mehr lange, aber in der Reisesaison 2017 bestimmt noch vielerorts aktuell: Da steht man mutterseelenallein und völlig orientierungslos in der Pampa (oder in der Großstadt) und denkt sich: They see me roaming… Hilft ja nichts, in diesem Fall muss das GPS herhalten. Es sei denn, ihr habt eine App für Offline-Stadtpläne am Start. Damit findet ihr sicher hin oder zurück.

Die Airline-App
Julians internationales Fettnäpfchen war nicht wirklich ein Fettnäpfchen, denn er konnte selber nichts dafür. Vielmehr wurde er wissentlich in den Buttertrog gelotst. Und zwar von seiner Airline. Null Bordservice auf einem sechsstündigen Inlandsflug. Hinterher war er allerdings schlauer: Hätte er die entsprechende App gehabt, dann hätte er zumindest, trotz der Abwesenheit von Bildschirmen an Bord, ein klitzekleines Unterhaltungsprogramm genießen können, um sich von Hunger und Durst abzulenken. Deswegen empfiehlt er, die App der Airline herunterzuladen.

Umrechner
Bei der nächsten App waren wir uns alle einig: Mit dem Umrechner macht man nichts falsch. Auch wenn es löblich ist, Einheimische zur Lösung eines Problems zu befragen, beim Thema Währung, Kleidergrößen oder Maßeinheiten können die einem auch ohne Sprachbarriere oft nicht weiterhelfen. Wir sind halt alle in unserer eigenen Zahlenwelt groß geworden. Passende Apps gibt es wie Sand am Meer, und die helfen einem da schnell unkompliziert und zuverlässig weiter.

Klofinder
Anonyme Quellen berichten auch von brenzligen Situationen, in denen eine WC-App Gold wert war. Früher gab es die Wünschelrute, heute führt uns das Smartphone auf direktem Weg zum nächsten Lokus. Die App „Flush“ zum Beispiel verfügt über eine Datenbank von über 200.000 öffentlichen Toiletten inklusive Lebensrettender Infos wie anfallenden Gebühren oder Öffnungszeiten.


Bildquelle Titelbild:
flickr | Sean Pritchard | cc by 2.0