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Freitag, 10. März 2017, 00:00 Uhr

Partnerbörse: Wählerstudie 2017

Sag mir wen du wählst und ich sag dir wen du küsst

FDP-Wähler haben beim ersten Date Sex, Grünen-Wähler bevorzugt über den Wolken und männliche AfD-Wähler finden weibliche Politikerin besonders unattraktiv.

Eine Online-Partnerbörse hat anlässlich des Wahljahres 2017 eine Studie veröffentlicht, bei der die Wähler der fünf wichtigsten Parteien Deutschlands nach ihren sexuellen Erfahrungen, Wünschen bei der Partnersuche und Trennungsgründen befragt wurden.
Die Ergebnisse sind einerseits zu erwarten, andererseits auch brüllend komisch. Wir haben die wichtigsten Zahlen für euch zusammengefasst und nach Parteizugehörigkeit sortiert.

Die Christsozialen - CDU/CSUWie zu erwarten mit einem leicht konservativen Touch ist den Anhängern der CDU/CSU der gemeinsame Kinderwunsch überparteilich am Wichtigsten. Dafür haben sie im Vergleich aber auch am wenigsten Gruppensex und sind im Bett, dem Partner oder der Beziehung zuliebe, am wenigsten experimentierfreudig. Gleichzeitig legen sie keinen allzu hohen Wert darauf, dass der Partner die gleiche politische Meinung teilt, sind also auch neuem politischem Input gegenüber offen. Als überdurchschnittlich prestigeträchtig erachten die Christsozialen allerdings den Verlobungsring: circa ein Drittel der Befragten messen ihm einen hohen Stellenwert zu.

Die Liberalen - FDPDie FDP Anhänger haben ein überdurchschnittlich aufregendes Sexleben. Circa 30 Prozent der von ihnen Befragten geben an, Sex beim ersten Date gehabt zu haben. Das ist parteiübergreifender Bestwert. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass 27,4 Prozent nicht bereit wären, dem Partner oder einer Beziehung zuliebe mit dem Flirten aufzuhören - im Parteivergleich ist es hier ein letzter Platz für die Anhänger der Liberalen. Gleichzeitig legen sie auch am wenigsten Wert darauf, im Beziehungspartner den besten Freund zu haben.
 
Die Umweltbewussten - BÜNDNIS90/DIEGRÜNENObwohl man mit einer Flugreise seinen ökologischen Fußabdruck vergrößert und somit der Umwelt schadet, sind die Anhänger der Grünen in der Kategorie „Sexuelles Erlebnis im Flugzeug“ führend, allerdings wurde dort die fünf Prozent Hürde nicht übertroffen (3,9 Prozent). Wenig überraschend ist es dann auch, dass die Grünen am meisten Gruppensex haben, immerhin ein Sechstel der Befragten gab an sich auch mit Dreier-, und Viererkonstellationen auszukennen. In einer Beziehung legen sie dagegen, zusammen mit den Linken, am wenigsten Wert auf guten Sex. Auch wäre es überaus unwahrscheinlich, dass ein Grünen-Wähler mit seinem Partner Schluss macht, weil dieser zunimmt, keine Partei hat bei dieser Frage besser abgeschnitten.

Die Sozialdemokraten – SPDMit ihrem neuen Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat die SPD in den letzten paar Wochen viele neue Parteimitglieder dazugewonnen. Im Bett geht es allerdings eher durchschnittlich zu, zumindest laut der Wählerstudie der Dating-Plattform. Allerdings liegt bei den Sozialdemokraten die Wahrscheinlichkeit mit guten Freunden in die Kiste zu steigen sehr hoch, hier führen sie vor den Anhängern der Linken. Gleichzeitig zeigt sich aber auch die größte Bereitschaft, dem Partner zuliebe aufzuhören, mit anderen zu flirten (über 40 Prozent).

Die Linken – DIE LINKEDie Wähler der Linken legen viel Wert darauf, mit ihrem Partner tiefsinnige und gesellschaftliche Themen diskutieren zu können: nur etwa 40 Prozent wollen gemeinsame Kinder. Gleichzeitig legen sie auch den höchsten Wert darauf, dass der Partner die gleichen politischen Ansichten teilt, hier liegt mit etwa zwei Dritteln der Befragten der Fokus auf dem Credo: „Gleich und Gleich gesellt sich gerne.“.

Die Protestwähler – Die AfDDie AfD-Wähler zeigen sich im Bett überraschend experimentierfreudig: 66,2 Prozent würden dem Partner zuliebe im Bett Neues ausprobieren. Etwa ein Viertel würde für den Partner sein Äußeres verändern, zum Beispiel abnehmen. Parallel dazu wäre, für ebenfalls etwa ein Viertel, eine Gewichtszunahme beim Partner ein Trennungsgrund. Auch hier ist die AfD intern gespalten. Einig sind sich allerdings die männlichen Anhänger darin, dass das Berufsbild der Krankenschwester attraktiv ist, während das der Politikerin als enorm unattraktiv empfunden wird. Die Redaktion konnte weder Beatrice von Storch, noch Frauke Petry für eine Stellungsname erreichen. Einen Highscore hat die AfD noch geknackt, bei den letzten Wahlen für den Bundestag noch gar nicht existent, dieses Mal schon: Die AfD ist die Partei, deren Anhänger den meisten Sex in der Öffentlichkeit hatten. Hier bejahten etwa 25 Prozent der Gefragten.

Überparteiliche GemeinsamkeitenAlle männlichen Befragten konnten sich darauf einigen, dass für sie der Beruf der Ärztin am attraktivsten ist. Bei den weiblichen liegen Ärzte und Handwerker auf den ersten zwei Plätzen. Geschlechterübergreifend gilt das Berufsbild Politiker als unattraktiv. Des Weiteren zeigen alle eine sehr hohe Bereitschaft, in einer Beziehung Kompromisse einzugehen und legen bei der Partnersuche Wert auf die Attribute warmherzig und treu.


Quelle Studie
Bildquelle:
flickr | "Beso entre hermanos - Muro de Berlín" von Lorena a.k.a. Loretahur | CC BY-SA 2.0