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Dienstag, 23. April 2013, 16:10 Uhr

WIE UNS NEUE MUSIK GLÜCKLICH MACHT

...und warum egoFM euere Gehirne stimuliert

Wir sind ja große Fans von allerlei Studien, die belegen können, dass die Leistungsfähigkeit steigt, wenn man sich in der Arbeit süße Katzenvideos ansieht. Aber auch Studien zum Thema Musik sind für uns ganz interessant. Eine davon blegt jetzt, dass egoFM hören glücklich macht ...

Wissenschaftler der McGill University in Kanada haben erforscht, was in unserem Kopf passiert, wenn wir neue Musik hören. Wir haben es ja schon immer geahnt: der Konsum neuer und guter Musik setzt massig Glücksgefühle in uns frei und ist besser als jede Droge. Jetzt ist es endlich auch offiziell.

Um das zu beweisen, haben sich die Forscher der McGill Universität 19 Probanden geschnappt, die alle einen ähnlichen Musikgeschmack hatten (der Trend ging zu Indie und Elektro). Den Testpersonen wurden dann in einer Art Kernspintomograph Ausschnitte aus unbekannten Liedern vorgespielt, die in das Schema ihres Musikgeschmacks passen könnten. Die Teilnehmer mussten dann entscheiden, wie viel sie für das Lied zahlen würden, je nachdem wie gut sie es finden. Während dieser ganzen Prozedur wurden die Reaktionen ihrer Gehirne beobachtet.

Besonders beschäftigt war der Bereich des Nucleus Accumbens, eine Region im Gehirn, die für Belohnungsgefühle zuständig ist. Je aktiver diese war, desto besser gefiel das Lied. Ein Ergebnis war, dass besonders viel für einen Song hingeblättert wurde, wenn gleichzeitig auch noch der "Superior Temporal Gyrus" aktiv war. Diese Hirnwindung ist eine Art Bibliothek für all die Musik, die wir je gehört haben. So unterscheidet sich der Musikspeicher eine Klassikhörers von dem eines Indiehörers.

Nach dieser Studie passiert also folgendes wenn man neue Musik hört: Das Gehirn durchsucht seine Bibliothek nach bereits bekannten Liedern, die sich so ähnlich anhören wie das Lied, das man gerade hört. Wenn es vielen Melodien ähnelt, die schon im Kopf verankert sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man das neue Lied total super finden wird. In diesem Fall wird gleichzeitig Nucleus Accumbens stimuliert, der dann eine Menge Glückshormone (Dopamin) ausschüttet, die uns in gute Stimmung versetzen.

Ergo: Wer viel egoFM hört, lebt glücklicher.

Die sympathischen Hobby-Wissenschaftler von ASAP Science haben sich zu dem Thema ebenfalls Gedanken gemacht und uns wieder ein ganz interessantes Video gebastelt.



Bildquelle: Flickr, "Music" von jonkriz unter CC-Lizenz, some rights reserved