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Mittwoch, 12. April 2017, 12:00 Uhr

Weltraumträume

Die NASA investiert in 22 neue Projekte

Sonnensurfen und Weltraumtourismus klingt nach Science-Fiction, futuristisch und eher so nach 2300, nicht nach 2017. Und doch könnte es früher als gedacht Wirklichkeit werden, denn die NASA gewährt pünktlich zum Weltkosmonautentag über 20 Projekten Zuschüsse.

Die komplette Liste umfasst 22 Projekte, die von Wissenschaftlern und Tüftlern aus ganz Amerika eingereicht wurden. Die Studien sind alle noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und bei manchen der Ideen fällt einem glatt die Kinnlade runter, so unglaublich klingen sie.
Die Finanzierung ist in zwei Phasen aufgeteilt: Die Projekte der ersten Phase werden mit 125.000 Dollar über neun Monate unterstützt, Phase 2 beinhaltet ganze 500.000 Dollar und eine zweijährige Unterstützung.

Phase 1In diese Kategorie sind 15 der 22 Konzepte gekommen, darunter zwei, die uns dem Weltraumtourismus näher bringen würden. Damit wären Ausflüge ins All kein Traum mehr, man könnte wirklich mal einen Abstecher machen. Eine Möglichkeit, wie das funktionieren könnte, ist mit einem superstarken Laser-Feld, das ins All geschossen wird. Der im All installierte Laser wäre eine Milliarde Mal stärker als ein gewöhnlicher Laserpointer. Sobald ein Raumschiff in das Laserfeld fliegt, wird es sozusagen aufgeladen und kann viel weiter und länger fliegen, da keine Solarenergie mehr für den Antrieb gebraucht wird. Das würde sogar Missionen bis zum Jupiter ermöglichen.

Außerdem ist Solar Surfing unter den Projekten. Bei dem Vorhaben mit dem schönen Namen wollen Forscher eine Beschichtung herstellen, die 99,9 % der Strahlung reflektiert und somit den Weg für Sonnenmissionen ebnen würde.

Andere Konzepte beinhalten schwebende Marssonden, eine neue Einrichtung, die die Schwerelosigkeit weniger unangenehm macht und ein Projekt, das die Marserde für Landwirtschaft entgiften könnte.

Phase 2Sieben Projekte haben es geschafft, mit einer halben Millionen Dollar finanziert zu werden - sieben Projekte, die noch verrückter, noch komplizierter und noch ambitionierter sind. Die Venussonde wäre ein Beispiel dafür: Obwohl die Venus der Planet ist, der der Erde am nächsten ist, wissen wir fast gar nichts darüber, denn die Bedingungen, die dort herrschen, machen es unmöglich, näher als 50 km an den Planeten ranzukommen. Die neue Sonde könnte die giftigen Wolken, die die Venus umgeben, aushalten und in Form eines Ballons neue Informationen sammeln.

Ein anderer Vorschlag würde es ermöglichen, auf dem Pluto zu landen. Ein neues Shuttle mit speziellem Antriebssystem würde für diese Mission sogar nur vier bis fünf Jahre brauchen. Klingt lange, dafür dass der Ex-Planet aber fünf Milliarden Kilometer entfernt um die Sonne kreist, sind die paar Jährchen fast schon schnell.

AB.GE.FAH.REN.

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Bildquelle:
flickr | NASA Goddard Photo and Video | cc by 2.0

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