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Montag, 24. April 2017, 00:00 Uhr

5 Serien, die sich alleine für den Soundtrack lohnen

egoFM Flimmerkiste Spezial

Wir verraten euch welche, Serien sich alleine für die musikalische Untermalung lohnen, egal ob im Hintergrund als Gefühlsträger oder vordergründig als starkes Thema.

Dass Musik als Gefühlsträger funktioniert, ist hinreichend bekannt, auch wenn sie „nur“ als Begleiterscheinung zu Dialog und visuellem Erlebnis fungiert - wie eben in ihrer Funktion als Filmmusik.
So werden wir zum Beispiel nie vergessen, wie bei Scrubs zu Bostons „More Than A Feeling“ eine Airband gegründet wird. Oder wie bei O.C. California Melissa Trey erschießt, während im Hintergrund Imogen Heaps mit „Hide and Seek“ lief.

Ein paar aktuelle Serien, die ihr euch allein wegen des Soundtracks anhören solltet, haben wir für euch zusammengeschrieben...

NarcosZwei Staffeln haben wir gespannt verfolgt, wie die Special Agents Peña und Murphy den König des Kokains, Pablo Escobar, zu Fall bringen wollten. Die drei Hauptfiguren haben nicht nur die unglaublich gut aussehenden Schnauzbärte gemeinsam. Sie können sich auch alle daran erfreuen, während der andauernden Konflikte und Eskapaden musikalisch von Octavio Meza Y Su Conjunto, Los Yetis, dem Orquesta Ritmo De Sanabas und diversen anderen Untermalt zu werden.
Größtes Alleinstellungsmerkmal des Soundtracks ist sicherlich die Tatsache, dass dieser bewusst spanisch, beziehungsweise lateinamerikanisch gehalten wird. Passend zur Serie, bei der die Szenen in denen Spanisch gesprochen wird ebenfalls unsynchronisiert bleiben und einfach nur untertitelt werden. So entsteht nicht nur eine unfassbar authentische Atmosphäre, der Zuschauer lernt auch eine unglaubliche Menge an neuen Kraftausdrücken.
Der schönste Song der Serie ist für uns definitiv „Tuyo“ von Rodrigo Amarante, der zu Beginn einer jeden Folge im Vorspann läuft.



Game Of ThronesDie Serie der Superlative. Das höchste Budget, die meisten Zuschauer, die meisten Illegalen Streams, rekordverdächtig viele Tote, Wölfe, Riesen und Drachen. Und Zombies. Und Piraten.

Die Menge an handelnden Charakteren, die Verknüpfungen zwischen den Charakteren, aber vor allem die Menge an überraschenden Kehrtwenden in der Handlung sorgen dafür, dass viele Menschen Jedes Jahr die bereits gesendeten Staffeln nochmal schauen, bevor es in die nächste Staffel geht.

Bevor wir hier allzu viele Worte über die Handlung verlieren, wenden wir uns dem Soundtrack zu. Ein Motiv, das immer wieder auftaucht ist der Song „The Rains of Castamere“. Ursprünglich eingesungen von The National wird der Song vornehmlich bei Hochzeiten gespielt. In der vierten Staffel übrigens von Sigur Rós, bei der Hochzeit zwischen dem Haus Tyrell und dem Haus Lannister. Aber auch eine andere isländische Band war bereits Teil der Serie. Of Monsters an Men waren in der sechsten Staffel in der Folge „The Door“ zu sehen.



Master Of NoneEin erfolgloser Mitdreißiger versucht sich als Schauspieler, hat aber noch nie in mehr als Werbespots mitgespielt.
Aziz Ansari, seinerseits auch als erfolgreicher Stand-Up Comedian bekannt, spielt die Rolle mit einer herrlichen Überzeugung. Und zeigt zwischenmenschliche Beziehungen so wie sie sein sollten: unterhaltsam, ergreifend und immer zum Schmunzeln. Gemeistert haben die Macher des Meisters von Nichts aber in jedem Fall ihre Musikauswahl. Kuratiert wurde die Musikauswahl von Zach Cowie. Julee Cruise, deren Song „Falling“ auch aus Twin Peaks bekannt ist, The Slits mit „Heard It Through The Grapevine“ oder auch Devendra Banhart mit „Never Such Good Things“.



WestworldDie Serie handelt in einem utopischen Freizeitpark in der Zukunft. Menschen können dabei durch die Zeit reisen, indem sie sich in ein Künstliches Umfeld mit Robotern betreten, und dort ihrer Rolle entsprechend behandelt werden.
Doch so futuristisch wie die Handlung selber, mutet der Soundtrack gar nicht an.
Größtenteils komponiert wurde hier von Ramin Djawadi, der Soundtrack enthält aber auch Coverversionen von Radiohead, den Rollings Stones und The Cure.



13 Reasons WhyDie Serie hat in den letzten paar Tagen für einiges an Diskussion gesorgt, inwiefern die Thematisierung von Selbstmord in der Serie und der Umgang mit Depressionen für Jugendliche prägend wirken kann.
Musikalisch besticht 13 Reasons Why allerdings unbestreitbar durch eine hervorragende Auswahl. Die Husbands mit dem Song "You Me Cellphones" sind zum Beispiel vertreten (ein Mitglied der egoRedaktion war besonders besorgt, dass jetzt bald alle ihre Lieblingsband kennen).




Bei unserer Lola könnt ihr übrigens jeden Morgen in der Rubrik Flimmerkiste einen anderen Song aus Fernsehen und Film Hören. Hier könnt ihr alle nochmal nachhören.


Bildquelle: flickr | "tv" von valentin.d | CC by 2.0 SA