Entdeckt
Creepy Toy von Jennifer Morrow_flickr
Donnerstag, 11. Mai 2017, 00:00 Uhr

Spielzeug 2.0

Willkommen im egoFM Kinderzimmer

Nach 200 Jahren haben Schneewittchen und Co. jetzt mal Pause und werden von echten Rebellinen abgelöst. Doch das ist nicht das Einzige, was sich im Kinderzimmer verändert hat, seitdem wir rausgewachsen sind.

Es war einmal ein Mädchen, das hieß Amelia. Eines Tages hatte sie genug Geld gespart, um ein gelbes Flugzeug zu kaufen. Sie nannte es 'Kanarienvogel'. Ein paar Jahre später wurde sie die erste Frau, die alleine über den Atlantik flog

GN8storiesDas ist der Anfang eines Märchens, das gar keines ist. Denn Amelia Earhart gab es wirklich. Sie lebte Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, jetzt hat sie es mit ihrer Geschichte in das Buch „Goodnight stories for rebel girls“ geschafft. Das sind Gutenachtgeschichten nicht nur für, sondern hauptsächlich über Rebel Girls: Die irische Piratin Grace O’Malley, die japanische Herrscherin Jingu, die amerikanische Genforscherin Nettie Stevens, die italienische Rennfahrerin Lella Lombardi… sie alle geben mindestens genauso gute Protagonistinnen wie Gretel, Dornröschen und Aschenputtel her. Wir haben uns in der Redaktion mit Wonne durch das Buch geschmökert und hatten dann beim Mittagsschläfchen epische Träume voller strahlender Zukunftsvisionen. Außerdem fragten wir uns, gerade wieder aufgewacht: Gibt es vielleicht inzwischen noch mehr solcher Innovationen im Kinderzimmer?
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Für die Cyberkids
Das Buch über und für Rebellinnen (und Rebellen) gibt es erst ab September auf Deutsch. Bis dahin könnten clevere Kids sich die Zeit zum Beispiel mit einer Weltkarte vertreiben. Beim Anblick der guten alten Mutter Erde kann wahrscheinlich jeder von uns noch was lernen. Aber heutzutage hängt da nicht einfach nur ein großes Stück Papier. Die elektronische Weltkarte liefert alle möglichen Zusatzinfos wie Hauptstadt oder Landessprache und hält auch leichte und schwere Quizfragen bereit.

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Noch viel mehr Zukunft als Erdkunde hat aber wahrscheinlich die Informatik, deshalb kann es sicher nicht schaden, auch dafür schon im Kinderzimmer das Fundament zu legen. Spielzeug, mit dem Kinder ihre ersten Schritte als Programmierer machen, sprießt in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Einer unserer Lieblingshersteller von bunten Klötzen geht diesbezüglich mit der Zeit:



Oha, eine Robokatze! Es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis das Plüschtier tatsächlich ausgedient hat und in irgendeiner staubigen Kiste stille Tränen weint. Oder?

Vielleicht erlebt es aber auch ein Revival. Mit diesem Programmierset für Kinder zum Beispiel lassen sich alle möglichen Dinge steuern: Es besteht aus Blöcken mit verschiedenen Funktionen, die man an das alte (völlig überholte, mechanisch betriebene) Playmobil anbauen kann. Vielleicht können so die alte Kuschelkatze mit dem neuen Knopf im Ohr und ihr Roboterschwester doch noch friedlich koexistieren.
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Ein bisschen analoger, aber auch ziemlich fancy: 3D-Stifte. Die dürfen im egoKinderzimmer auf keinen Fall fehlen. Freies Zeichnen beflügelt die Phantasie und ist immer ein sinnvoller Zeitvertreib, inzwischen kommt man auch endlich mal über die zwei Dimensionen des Papiers hinaus. Weil: Wachsstifte sind SO vorgestern!

3DStift collage


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Geht immer
Aber es muss ja auch nicht immer High-Tech sein. So manches altbewährte Spielgerät hält sich hartnäckig in den Regalen, einfach, weil es zeitlos taugt. Getestet und für gut befunden wurden von egos aus der Redaktion zum Beispiel die Lük-Kästen. Da löst man Rätsel und setzt als Antwort Plättchen in einen Setzkasten. Am Ende darf man umdrehen, und wenn alles richtig ist, erscheint auf der Rückseite ein buntes Muster. Ein cleveres Spielchen - egoFM Jan hat es damit immerhin bis zum Programmchef gebracht, und was damals funktionierte, funktioniert auch heute noch!

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Bildquelle Collage: Westermann / Westermann

Und wer noch die ganz kleinen Stöpsel zu Hause hat, die sowohl fortschrittliche Gutenachtgeschichten als auch Robokatzen und Touchdisplays völlig kalt lassen, der kann ja einfach die Basics ein bisschen variieren. Wie wäre es zum Beispiel mit diesen Bauklötzchen, die keine Klötzchen sind, sondern in etwas herausfordernderen Formen daherkommen?

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Bildquelle Collage: Hans Natur / Hans Natur


Also dann... lasset die Spiele beginnen!


Bildquelle titelbild:
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