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STernschnuppe_ mLu
Freitag, 11. August 2017, 00:00 Uhr

Samstagnacht ist Perseidennacht

Die schönsten Sternschnuppenorte in allen egoStädten

In der Nacht vom Samstag, den 12. August, auf Sonntag, den 13. August, fallen bis zu fünfzig Sternschnuppen pro Stunde vom Himmel. Wir haben in allen egoFM Städten die schönsten Orte gefunden um in die Sterne zu schauen.

Immer dann, wenn die Erde die Schweifspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle kreuzt, ist es Zeit für ein bisschen Romantik. Denn an diesen Tagen regnet es tausende von Sternschnuppen vom Himmel, genauer gesagt Perseiden. Perseiden heißen diese Sternschnuppen deshalb, weil sie aus Nordosten zu kommen scheinen, genau dort wo das Sternbild Perseus steht.

Was da am Himmel als Sternschnuppe aufblitzt ist in Wirklichkeit Weltraumstaub. Der Komet 109P/Swift-Tuttle hinterlässt diesen Dreck beim Umkreisen der Sonne. Einmal im Jahr kreuzt die Erde diese Kometenschleifspur. Dann treten die winzigen Staubteilchen in die Erdatmosphäre ein und werden sichtbar. Das vorbeisausende Staubteilchen regt durch seine hohe Geschwindigkeit alle Atome um sich herum zum Leuchten an. Was wir also am Himmel als Sternschnuppe wahrnehmen ist nur ein strahlend heller Teilchen-Kanal - und damit nicht minder faszinierend.

Mit etwas Glück kann man in der Nacht von Samstag auf Sonntag bis zu einhundert Sternschnuppen pro Stunde sehen. Nur ein Problem gibt es in diesem Jahr: Der Mond. In der Perseidennacht steht er kugelrund und hell erleuchtet am Himmel und verdirbt den Sternenguckern die direkte Sicht auf die Sterne. Trotzdem sollte man am Wochenende sein Glück versuchen, denn der Wetterbericht verspricht nur ganz wenige Wolken am Himmel. Also schnappt euch die Picknickdecke und ab zu den Perseiden. 


AugsburgZehn Kilometer westlich von Augsburg liegt die Volkssternwarte Diedorf. Sie wird von der Astronomischen Vereinigung Augsburg ehrenamtlich betrieben. Sie ist der perfekte Ort um ohne Streulicht in die Sterne zu schauen. Wer allerdings nicht so weit fahren will oder kann, der sollte in den Wittelsbacher Park oder in den kleinen Park am roten Tor seine Picknickdecke ausbreiten. Unweit der Augsburger Puppenkiste ist ein Blick auf den ein oder anderen Perseiden garantiert.

Erlangen und Nürnberg In Nürnberg bietet sich die sogenannte „Liebesinsel“ an um in trauter Zweisamkeit die Perseiden zu beobachten. Diese kleine Inselspitze gleich hinter dem Trödelmarkt ragt direkt in der Pegnitz hinein, weit weg von vielen Straßenlaternen und doch mitten in der Altstadt. Ein zweiter Tipp für alle Sternschnuppenfans ist der Irrhain in der Nähe von Kraftshof. Seit 1676 hegt und pflegt der Pegnesische Blumenorden den kleinen verwunschenen Park. Am Rande der Gemüsefelder und auf vielen Lichtungen hat man freien Blick nach Oben. Und in Erlangen fährt man mit seinen Liebsten am besten zum Burgberggarten, gleich neben dem Gelände der Bergkirchweih im Norden der Stadt.

MünchenDer klassische Ort zum Sterneschauen in München ist und bleibt der Olympiaberg. Auf dem kleinen Hügel im Olympiapark hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt, wenig Streulicht und freie Sicht auf das Sternenspektakel. Wer allerdings die vielen Menschen scheut, die sich dort versammeln werden, der sollte auf die sogenannte Panzerwiese ausweichen. Ihren Namen hat die 200 Hektar große Freifläche im Münchner Norden ihrer früheren militärischen Nutzung zu verdanken. Die Panzerwiese ist zudem auch ganz einfach mit der U-Bahn, Haltestelle Dülferstraße zu erreichen.

RegensburgDie Sternwarte in Regensburg zählt zu den ältesten Volkssternwarten der Welt (Ägidienplatz 2). Ab 21 Uhr kann man dort vom Dach des Gebäudes aus einen Blick in die Sterne werfen. Der Eintritt ist frei. Eure Picknickdecken könnt ihr in Regensburg im Herzogpark ausbreiten und euch dann irgendwo zwischen Rosensträuchern und Parkbänken eure Sternschnuppenwünsche ins Ohr flüstern. Im Herzstück des Parks befindet sich übrigens der Prebrunnturm. Er ist knapp zehn Meter hoch und ein guter Aussichtspunkt auf Stadt und Sternenhimmel. Achtung: Die Parkanlage schließt gegen Abend automatisch. Ab dann kann man nur noch raus und nicht mehr rein. (Das Eingangstor kann man von innen jederzeit öffnen.) Seid also rechtzeitig da.

StuttgartWer in Stuttgart sein Glück versuchen und Sternschnuppen sehen möchte, der kann das in den Stuttgarter Sternschnuppennächten tun. Ganz offiziell werden am Feldberg und auf der Burg Hohenzollern am 11. und 12. August die Perseiden-Nächte zelebriert. Der Feldbergturm öffnet zwischen 20.00 und 23.00 Uhr. Dort könnt ihr dann in Ruhe sitzen und auf Sternschnuppen warten. Auf der Burg Hohenzollern ist nebenbei auch Lichtkunst im Burghof geboten.

WürzburgUnd auch in Würzburg könnt ihr mit etwas Glück eine Sternschnuppe nach der anderen sehen. Am schönsten und auch am romantischsten ist das sicherlich direkt am Mainufer. Wem das aber noch zu hell ist, der sollte eine kleine Nachtwanderung zu Feste Mainberg antreten. Der Aufstieg ist zwar etwas steil und anstrengend, dort oben wird man allerdings mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt und auch auf den Sternenhimmel belohnt.


Bildquelle: flickr | "Perseids 2015 - Compilation 1 (Clean Version)" von mLu.fotos | cc by 2.0