Entdeckt
hangover_mess
Freitag, 25. August 2017, 00:00 Uhr

Habe Kater - kann heute nicht kommen

ist bei dice ein legitimer Grund fürs Krankmachen

Die britische Firma Dice erlaubt ihren Mitarbeitern Krankmeldungen aufgrund eines Katers. Nice!

Dienstagabend und deine ganzen Studentenfreunde und du alte Arbeiterameise gehen auf das Konzert eurer Lieblingsband. Schnell wird sich das erste Bierchen auf der Fahrt zur Venue gegönnt und auch am Ausschank wird noch das ein oder andere Mal für euch gezapft. Dein Plan ist es piano zu machen, damit du pünktlich im Bett bist und morgen gut ausgeruht und topfit wieder bei deinem Chef antanzen kannst. Im Gegensatz zu deinen Kumpels, die einfach mal die Vorlesung in der Früh sausen lassen können. Doch irgendwie wurde aus diesem Plan nichts und du bist um drei Uhr morgens irgendwie noch mit in den Backstage gekommen und ihr habt mit der Band noch amtlich einen drauf gemacht.

Schnitt. Der Wecker klingelt und weckt dich aus deinem komatösen Schlaf. Du bist in deine Bettdecke gewickelt, Schuhe noch an den Füßen, alle Klamotten am Leib und vegetierst so vor dich hin. Der Gedanke an einen Fake-Krankheitsanruf im Büro kommt auf.
So ein ähnliches Szenario ist bestimmt schon den meisten in ihrem Berufsleben einmal passiert. Nachdem der Anruf dann abgesetzt wurde, plagt einen den ganzen Tag nicht nur der Kater, sondern auch das schlechte Gewissen.

Nicht wenn ihr bei dem britischen Tickethändler für Konzerte, namens Dice arbeitet. Denn Phil Hutcheon, CEO und Gründer, sagt, dass so eine Krankmeldung vollkommen legitim ist und führte die Katermeldung in seinem Betrieb ein. Seine Begründung:

All our team live for music and some of the best deals in the industry happen after a gig.
Sogar der peinliche Anruf wird den Mitarbeitern erspart und man muss lediglich eine WhatsApp-Nachricht mit dem Inhalt Musik-, Bier- und Kotz-Emoji schicken und schon darf man sich im Bett wieder rum drehen und seinen geschundenen Körper weiter ausruhen. Allerdings wird diese besondere Form der Krankmeldung nur geduldet, wenn der Mitarbeiter vorweisen kann, im Sinne der Leidenschaft zur Musik gehandelt zu haben.

Wenn man so drüber nachdenkt, sind wir in der egoRedaktion auch sehr musikaffin und leben quasi für sie. Könnten wir nicht auch so was einführen? Chef? Hallo?