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Freitag, 01. September 2017, 00:00 Uhr

Crunkcore

Genres, die ihr nicht kanntet - bis jetzt

Wir bringen euch Musikstile näher, von denen ihr noch nie etwas gehört habt, die aber eigentlich ziemlich interessant sind. Weiter geht es mit Crunkcore.

So, liebe Schüler. Heute beschäftigen wir uns mit dem Crunkcore. Zunächst schauen wir uns erst mal wieder die Zusammensetzung des Namens an: bei Crunk handelt es sich um ein Subgenre des HipHops, das seine Wurzeln im Dirty South rund um Atlanta hat. Crunk ist darauf ausgerichtet, tanzbar zu sein und die Clubs zum Brennen zu bringen. Dabei wird besonders auf die Eingängigkeit der Vocals, die oftmals mit einem starken Autotune-Effekt unterlegt werden, geachtet und darauf, dass der Bass so richtig schön hämmert. Auch stark elektronische Einflüsse in Form von Synths haben ihren Beitrag zur Entstehung vom Crunkcore geleistet.

Klingt unspektakulär? Dann bringen wir mal ein bisschen Würze rein. Wie wäre es mit etwas Gescreame, Emo, sowie Hardcore? Wie das zusammenpasst? Für Fans auf jeden Fall wie die Faust aufs Auge. Textlich bewegen sich Crunkcore-Künstler auf der Emo-Ebene und beschäftigen sich mit dem inneren Struggle und dem Gefühl des Anderseins. Aber auch anzügliche, sexuelle Lyrics können einen erwarten und um die Ohren gescreamt werden.

Den Beginn der Crunkcore-Szene sehen die meisten mit den ersten Songs von Panic! At The Disco, um 2005 herum. Sie vermischten das erste Mal Emo und Elektronische Musik für den Mainstream und legten den musikalischen Grundstein für andere Emo-Hybride, wie auch den Crunkcore. Die größte Popularität erreichte dieser Musikstil dann Ende der 2000er und wurde von vielen emotional gebrochenen Teenagern gehört, gefeiert und gelebt. Sie hatten sich am klassischen Hardcore satt gehört und suchten einen neuen Stil mit dem man sich identifizieren konnte. Der Kleidungsstil der Szene ist auffallend und bunt und erinnert uns ein wenig an die Krocha-Szene, die dem ein oder anderen Österreichnachbarn vielleicht ein Begriff ist.
Zu den bekanntesten Bands zählen 3OH!3, die schon diverse Chartplatzierungen in den USA vorweisen können und Brokencyde, die eine der ersten kommerziell erfolgreichen Bands aus dem behandelten Genre waren.





Na, hattet ihr auch einen Flashback zu der Zeit in der ihr noch neonfarbene Palitücher und lange Surferfrisuren getragen und dabei Musik gehört habt, für die ihr euch heute in Grund und Boden schämen würdet? Keine Angst ihr seid nicht alleine. Der Großteil unserer Redaktion schwieg lieber zu dem Thema und verließ hektisch den Raum, als das Thema in der Runde angesprochen wurde.


Titelbildquelle: flickr | Icanteachyouhowtodoit | cc by 2.0