Entdeckt
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Donnerstag, 31. Juli 2014, 14:25 Uhr

Next – das ist Tinder für Musik

Eine App zum entdecken und um entdeckt zu werden

Bei der App Next geht es um die (zweit)schönste Nebensache der Welt: Um Musik. Ansonsten sind die Ähnlichkeiten zum großen Bruder Tinder nicht zu verleugnen.


Musik entdecken ist Big Business. Wen oder was die Labels und Plattenfirmen pushen, hängt aber leider oft stärker vom Zeitgeist und der aktuellen Nummer Eins der Charts ab, als von wirklichem Talent. Für junge unabhängige Sänger und Produzenten ohne riesige Marketingmaschinerie hinter sich war das bisher ein großes Problem.

Bei Next können junge Musiker jetzt Videos – von 10 Sekunden bis 3 Minuten – aufnehmen und hochladen. Daraus kann man sich dann 30-sekündige Ausschnitte anschauen und mit einem Swype nach rechts liken, speichern und teilen.

Erfunden haben das Ganze Christopher Gulczynski, einer der Gründer und ehemaliger Designchef von Tinder, und seine Kollegin Sarah Mick. Dem Online Magazin TNW sagte Gulczynski: “We want to be the democratization of access to music. (…) We’re coming from a place of real passion and wanting people to be heard.”

Mit seiner App versucht er nicht nur jungen Musikern dabei zu helfen, ihre Kunst zu Geld zu machen - er gibt auch ein riesiges Versprechen: “If the “music industry” wants to be a part of it, we’re going to force them to play nice…Next is always going to be a home for the person with a guitar sitting in their bedroom. It’ll never grow away from that. The core of the product will always be focused on the little guy.”

Ob er sich, anders als die ehemaligen „Independent-Platformen“ wie soundcloud, youtube oder sportify, die derzeit unter großer Kritik stehen, an dieses Versprechen hält, wenn Next komerziell erfolgreich ist, bleibt allerdings abzuwarten.


Bildquelle: I-Tunes Store | Next - Social Music Discovery