Entdeckt
goji_marufish_chia_stacyspensley_flickr
Donnerstag, 28. Mai 2015, 13:30 Uhr

Superfood oder Superschmarrn?

Açai, Chia und Quinoa

Der Mensch braucht Abwechslung - im Fernsehen, im Urlaub, auf dem Teller. Und gerade in Sachen Ernährung sind die sogenannten "Superfoods" auf dem Vormarsch. Aber was können die wirklich?

Um das herauszufinden, haben wir bei Antje Gahn von der deutschen Gesellschaft für Ernährung angerufen und sie gefragt, ob denn die Superfoods wirklich so super sind. Ihr Urteil: Sie sind sicher nicht schlecht, aber der Begriff "Superfoods" ist gegenüber unseren heimischen Nahrungsmitteln nicht gerechtfertigt.

Damit greifen wir nochmal kurz zurück: Was SIND denn eigentlich Superfoods? Eine offizielle Definition gibt es nicht, aber gemeint sind natürliche Lebensmittel, die nährstoffreich sind und als gesundheitsfördernd erachtet werden. Dazu gehören beispielsweise Gojibeeren, Chia-Samen oder auch Açai-Beeren. In vielen Medien und Foodblogs werden sie als kleine Wunderwaffen gelobt, mit denen die Ernährung ergänzt und vor allem optimiert werden kann.

Damit zurück zur ersten Frage. Werden diese Importe den hohen Erwartungen gerecht?

 Antje Gahn zögert. "Naja, eigentlich hat eine Paprika einen höheren Vitamin-C-Gehalt als eine Gojibeere. Oder eine Haselnuss, die noch viel mehr Magnesium enthält als eben diese Gojibeere. Oder der Feldsalat, der genauso ballaststoffreich ist." Aber wie kommt es dann zu dem Erfolg der Exoten? "Die haben allein schon durch ihren Namen eine Sonderstellung. Und eigenen sich damit bestens für die Bewerbung, denn die Leute wollen ja immer wieder etwas neues haben. Und wer kennt bei uns schon eine Açaibeere?"

Nur schlecht sind die Superfoods aber auf keinen Fall. Was sie können und wie man sie sinnvoll einsetzen kann, erklärt Antje Gahn im Interview - hier könnt ihr alle wichtigen Fragen und Antworten noch einmal nachhören:




Bildquelle: Goji | Marufish | Flickr cc by 2.0 und Chia Seeds | Stacy Spensley | Flickr cc by 2.0