Entdeckt
Love_hate_fl
Mittwoch, 16. Mai 2012, 00:00 Uhr

Speed-Hating

Einmal alles raus hassen.

Ist doch alles für Mutters Katze! Stetige Unzufriedenheit, das Gefühl als einziger Mensch auf der Welt ungerecht behandelt zu werden und dann steigt auch noch der Lieblingsverein ab! Man könnte schier aus der Haut fahren, aber an wem soll man den ganzen Frust auslassen? Seinem Partner, der Mutter, dem besten Kumpel, damit diese einen dann auch nicht mehr mögen? Nein, viel besser wären Fremde! Also auf zum Speed-Hating.

Die Schweizer, mit ihren tollen Uhrwerken, glitzernden Zebrastreifen, Ricola und EU-Abstinenz wollen nun auch in Sachen Stressbewältigung neu Wege beschreiten. Zwar stammt das unkonventionelle Konzept aus England wird nun aber auch in der Schweiz praktiziert. Die Rede ist von Speed-Hating.

Einfaches Konzept mit großer Wirkung. Ablaufen tut es wie das bekannt Speed-Dating. 20 Leute sitzen im Kreis und bekommen jeweils 5 Minuten um miteinander zu Streiten und sich jede Menge Beschimpfungen an den Kopf zu werfen. Dann wird gewechselt. Um das Ganze anzuheizen werden bestimmte Gimmicks von den Veranstalter bereit gestellt. Knoblauchbrot, jede Menge Drinks und extra für den Flugverkehr: an den Zähnen haftendes Mohnbrötchen. Wem die Worte vor lauter Wut im Halse stecken bleiben, kann auf eine vorgefertigte Liste mit Hating-Themen zurückgreifen.

Das Ganze soll psychologisch höchst Wertvoll sein, da es einem die Chance gibt, gestauten Alltagsstress mal richtig raus zu lassen. Einzige Bedingung, die Streitigkeiten müssen verbal bleiben und nicht unter die Gürtellinie gehen. Sollte es anders kommen behaupten die Veranstalter einzugreifen. Hating to Love!

Titelmusik gibt's schon seit Jahren:



Quelle: Flickr von iloveui unter cc-Lizenz