Am 5. April 2025 jährt sich der Tod von Kurt Cobain zum 31. Mal. Der Nirvana-Frontmann hat die Musikwelt für immer verändert.

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05.04.2025
Nirvana und Kurt Cobain: Der letzte wahre Rockstar
egoFM Hall of Fame
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Was Nirvana so besonders machtegoFM Hall of Fame
Ein Außenseiter aus Aberdeen
Kurt Donald Cobain wächst in Aberdeen auf, einer kleinen Stadt nahe Seattle. Nach der Scheidung seiner Eltern zieht er sich immer mehr zurück. In der Schule wird er von homophoben Mitschülern schikaniert, die ihn für schwul halten. Die Ablehnung und das Unverständnis seiner Umwelt stauen sich in ihm auf – seinen Frust lässt er an sich selbst und dann an seiner Gitarre aus.Gemeinsam mit Krist Novoselic gründet er Nirvana
Das erste Album Bleach ist rau, kompromisslos und wütend. Schon damals kotzt er sich hemmungslos über machohafte Starallüren aus. Seine Musik findet in der schmutzigen Realität statt.Der große Erfolg bleibt noch aus, aber die Underground-Szene wird aufmerksam. Cobain zeigt schon hier, dass er kein Interesse an Rockstar-Glamour hat. Seine Songs handeln von Frust, Selbsthass und gesellschaftlicher Ablehnung.
Der Durchbruch mit Nevermind
Mit dem Einstieg von Dave Grohl am Schlagzeug und der Unterstützung eines Major-Labels nimmt Nirvana 1991 Nevermind auf. In Los Angeles entstehen Songs, die rohe Energie mit eingängigen Melodien verbinden. Hinter der lauten Fassade blitzt immer wieder Cobains Vorliebe für Popmusik durch.Vor allem jetzt lässt Kurt immer wieder seine Liebe zur Popmusik durchscheinen. Hinter all den grungeigen Powerchords und brachialen Breaks hört man doch wieder einen wohlklingenden Pop Refrain. Nevermind ist, wenn man das so sagen mag, die schmutzigste Popplatte aller Zeiten. Und schlägt ein wie eine Bombe.
Die Single "Smells Like Teen Spirit" macht Nirvana über Nacht weltberühmt. Aus der Außenseiterband wird ein globales Phänomen. Millionen Jugendliche fühlen sich plötzlich verstanden. Doch Cobain ist überfordert. Der Erfolg fühlt sich falsch an. Genau die Menschen, gegen die sich seine Musik richtet, feiern ihn jetzt.
Der zunehmende Druck
Cobain leidet unter dem massiven Druck. Der Erfolg bringt ihm nicht die ersehnte Anerkennung, sondern das Gefühl, verraten worden zu sein. Sein Stil wird kopiert, seine Botschaft ignoriert. Er flüchtet sich immer häufiger in Drogen und versucht, sich dem öffentlichen Bild zu entziehen.Das dritte Album In Utero wirkt wie eine bewusste Provokation. Die Songs sind sperriger, lauter, ehrlicher. Cobain kämpft mit sich selbst, mit dem Ruhm und der Musikindustrie. Nirvana zeigen sich verletzlicher und kompromissloser denn je.
Der letzte Auftritt
Im November 1993 spielt Nirvana ein MTV Unplugged-Konzert in New York. Statt ihrer größten Hits spielen sie Coversongs und tieftraurige Balladen. Cobains Stimme klingt gebrochen, sein Blick leer. Die Performance wirkt wie ein musikalisches Abschiednehmen.Kurz darauf folgt die letzte Show in München. Cobain überlebt eine Überdosis nur knapp. Ein Entzug scheitert. Und wenige Tage später wird er tot in seinem Haus in Seattle gefunden. Mit nur 27 Jahren endet das Leben eines Künstlers, der nie in die Rolle passte, die ihm zugeschrieben wurde.
Nirvanas Vermächtnis
Nirvana haben mit nur drei Studioalben den Lauf der Rockgeschichte verändert. Sie haben dem Genre eine neue Tiefe gegeben. Rockmusik musste nicht länger laut, überheblich oder selbstverliebt sein. Sie durfte auch verletzlich, leise und introspektiv klingen.Bis heute gilt Nevermind als eines der einflussreichsten Alben aller Zeiten. Und Kurt Cobain bleibt eine Symbolfigur für all jene, die sich zwischen den Zeilen wiederfinden. Nirvana haben ein Vakuum hinterlassen, das bis heute niemand füllen konnte.
Noch mehr über Nirvana, und warum die Band so unfassbar wichtig ist, erfährst du hier.
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