Am Rest, Am Wahn und nun schließt sich der Kreis seiner Albumtrilogie: Der Berliner Liedermacher Tristan Brusch über seine Musik und ob er gern nochmal 14 wäre.
Mal rau, mal düster, mal nostalgisch
Wie zum Beispiel im Song "Vierzehn". Darin sehnt sich Tristan nach jugendlicher Unbeschwertheit. Aber wärst du wirklich gerne nochmal 14?"Ne, auf keinen Fall! Aber die meisten Menschen haben ja so einen Zeitpunkt, wo man gedacht hat 'jetzt bin ich erwachsen' und das war bei mir mit 14. Ich hab gedacht, wenn man mich jetzt ans Ruder lassen würde, dann könnte ich die Welt in eine bessere Richtung lenken. Ich weiß es viel besser als die Erwachsenen. Ich und meine Freunde, wir sind’s einfach." – Tristan BruschSpoiler: Später stellte sich heraus, dass er mit 14 doch noch nicht alles wusste. Kennste das Gefühl?
Die Album Trilogie von Tristan Brusch
Wir werden ja auch dieses Bild im Kopf nicht los, dass Tristan Brusch das mit der Album Trilogie von langer Hand geplant hat. Wie ein Buchautor, der die Handlung und Erzählschritte auf Pinnwand skizziert, bevor sie ausformuliert werden. Nicht ganz, meint Tristan, die Auswahl der Songs für das Album erfolge bei ihm eigentlich spontan, aber es stimme, dass ein Song wie "Danke, dass du nicht aufhörst mich zu lieben" aus früheren Album Sessions stammt. Und es gibt noch eine Gemeinsamkeit mit einem richtig guten Buch:"Ich finde in unserer Zeit klingt es schon fast versnobt, wenn man sagt, man liest gerne viele Bücher. Ich finde man verlernt das Lesen so ein bisschen, grade mit Social Media, wie moderne Filme und Serien geschnitten sind, wie Musik gemacht wird. Da wird auf eine viel kürzere Aufmerksamkeitsspanne gezielt. Ein Buch verlangt einem richtig was ab. Ich muss das erst immer wieder neu lernen, wenn ich ne Weile nichts gelesen hat, dann finde ich es unerträglich langweilig so ein Buch in die Hand zu nehmen und mich durch die ersten Seiten zu kämpfen. Aber man wird am Ende immer irgendwie belohnt, finde ich. Und ich hoffe, dass es mit meiner Musik so ähnlich ist.." – Tristan Brusch
Das ganze Interview kannst du hier hören:


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