Eine Sprache mit KI retten

Eine Sprache mit KI retten

Student will Helgoländer Friesisch mit Übersetzungstool erhalten

Wie man mithilfe von KI eine vom Aussterben bedrohte Sprache retten kann, erzählt Jakob, der für Helgoländisch ein Übersetzungstool entwickelt hat.


Hollah, ik hit Djoap. Ik snakke Halunder en djim hear egoFM.

Das heißt so viel wie: Hallo ich heiße Jakob, ich spreche Helgoländisch und du hörst egoFM. Hast du schonmal jemanden Halunder sprechen hören? Ziemlich wahrscheinlich nicht. Denn Halunder, auch als Helgoländer Friesisch bekannt, ist die traditionelle Sprache der Nordseeinsel Helgoland, die nur noch von weniger als hundert Menschen gesprochen wird. Halunder ist vom Aussterben bedroht. Jakob Martens will das verhindern und hat dafür ein KI Übersetzungstool halunder.ai entwickelt. Im Interview mit egoFM Gloria erklärt er, wie das Ganze funktioniert und wie Einheimische auf sein Projekt reagiert haben:
 "Es gab schon immer sehr viel Skepsis, viele Leute wollten schonmal einen Helgoländisch Übersetzer entwickeln, da hieß es immer, das sei gar nicht möglich.[...] Ich habe es dennoch probiert, halt eben mit einem innovativen Ansatz. Ich hatte die Eröffnungszeremonie für das Tool [halunder.ai] mit ungefähr 30 Leuten auf Helgoland – grade die Leute, die da mitgeholfen haben, oder Helgoländisch noch gut beherrschen – die wussten erstmal nicht so ganz, was sie da angucken sollen, das war alles noch ein bisschen heimlich, und dann waren die extrem begeistert." – Jakob Martens

Jakob hofft, dass wenn die KI weiter fleißig mit Sätzen und Worten gefüttert wird, ein Aussterben des Dialekts verhindert werden kann. Und er ist überzeugt, dass das Prinzip von halunder.ai auch für andere vom Aussterben bedrohte Sprachen angewandt werden könnte. Das komplette Gespräch - übrigens auf Hochdeutsch - kannst du hier hören:
  • Eine Sprache mit KI retten
    Das komplette Gespräch zum Anhören

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